Rezension: Göttlich verliebt (Göttlich #3) von Josephine Angelini

Gelesen auf: Deutsch

Cover:

Das Cover ist dieses Mal rot und es ist wieder das gleiche Gesicht drauf, wie auf den zwei vorherigen Bänden. An sich, finde ich, dass dieses Cover wunderbar in die Reihe passt, aber wenn ich etwas kritisieren muss, dann würde ich sagen, dass ich auf dem Cover noch Helens Blitznarbe hervorgehoben hätte.

Klappentext:

Helen, Lucas und Orion müssen verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der olympischen Götter fällt. Denn das Verlangen der Götter nach einem neuen Trojanischen Krieg wird immer größer, während Helen von fürchterlichen Visionen geplagt wird. Aber auch Helens Kräfte werden zusehends  stärker – und unberechenbarer. Zugleich wächst Helens Macht, aber auch das Misstrauen ihrer Freunde.

Schließlich offenbart das Orakel, dass ein gefährlicher Tyrann unter ihnen lauert, der einen Keil zwischen sie treiben will. Alle Zeichen deuten auf Orion. Doch Helen ist immer noch zwischen ihm und Lucas hin und her gerissen und sie weiß nicht, wem von beiden sie vertrauen kann. Als dann die olympischen Götter immer bedrohlicher werden und es ihnen gelingt, die Halbgötter hinterlistig gegeneinander auszuspielen, steht plötzlich das Leben von Lucas auf Messers Schneide. Jetzt scheint der nächste Trojanische Krieg unvermeidbar und Helen wird gezwungen, eine schreckliche Entscheidung zu treffen.

Schreibstil:

Wie in den Vorgängerbänden ist der Schreibstil flüssig und gut verständlich. Leider habe ich keinen Vergleich zu der originalen englischen Version, da diese noch nicht erschienen ist. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das Original immer besser ist. Endgültige Entscheidung fällt nach dem Erscheinen von „Goddess“. ;)

Charaktere:
Helen:
Helen ist in diesem Teil stärker als je zuvor. Sie entdeckt neue Fähigkeiten an sich, die teils von Orion und Lucas übernommen und teils völlig neu sind. In diesem Teil ist sie fest entschlossen, den Krieg zu beenden, bevor er richtig beginnt. Und das, obwohl sie gleichzeitig noch mit ihrer wachsenden Macht, sowie ihren Gefühlen zu Lucas und Orion fertigwerden muss. Respekt.

Außerdem muss sie sich auch gegen ihre Freunde behaupten, die durch Helens enorme Veränderung Angst und Misstrauen ihr gegenüber verspüren. Helen weiß, jedoch genau, was sie tut und was sie damit bezwecken will und natürlich kann sie am Ende doch überzeugen. Ich möchte hier auch nicht zu viel verraten. Dafür müsst ihr schon das Buch lesen.

Lucas:
Lucas ist in diesem Buch fast die ganze Zeit in dem Glauben, Helen und Orion seien ein Paar, was ihn innerlich zerstört. Er ist sich seiner Gefühle für Helen völlig im Klaren, besitzt jedoch meiner Meinung nach viel zu viel Verantwortungsgefühl. Er ist der erste, den Helen in ihre neue Welt bringt und durch sie fast unsterblich wird.
Lucas ist bereit, für die die er liebt, alles aufzugeben, was er uns beweist, als er Hades‘ Platz in der Unterwelt einnehmen will, um Hector wieder auferstehen zu lassen. Auch für Helen würde er alles tun. Einschließlich sterben. Was ich an Lucas in diesem Teil auch noch sehr schön fand, ist, dass er so ein bisschen den besorgten großen Bruder heraushängen lässt. Warum? Tja, seht ihr, wenn ihr das Buch lest.

Orion:
Orion liebt Helen. Das wissen wir, aber in diesem Teil versucht, er wirklich, bei ihr zu landen. Mit mäßigem Erfolg, da er genau weiß, dass Helen Lucas immer mehr lieben wird, als ihn.

Wir erfahren mehr über seine Vergangenheit und seinen Ruf im Haus von Rom, was ich sehr gut fand, da ich mich schon seit der Veröffentlichung von Kapitel 1 frage, woher die Narben auf seiner Brust kommen.

Orion wird fast die ganze Zeit beschuldigt, der Tyrann zu sein, aber das wissen wir ja schon aus dem zweiten Band. Gleichzeitig kommt heraus, dass Orion vor den Parzen verborgen bleibt. Dank Nemesis. Dem zu Folge bevorzugt Cassandra, die er liebevoll Kitty nennt, auch seine Gegenwart, denn die Parzen können auch sie nicht kontrollieren, wenn er bei ihr ist. Natürlich kommt es wie es kommen muss, und Orion verliebt sich in Cassandra und sie offensichtlich auch in ihn.

Hector:
Hector ist am Anfang so, wie wir ihn kannten. Doch nicht lange. In dem Moment, wo er Andy zum ersten Mal sieht, verliebt er sich sofort Hals über Kopf in sie. Tja, selbst unser Hector kann sich unsterblich verlieben. Man glaubt es kaum. Nichtsdestotrotz bleibt er der beste Kämpfer der Familie und wird im späteren Verlauf zu Helens Champion, d. h. wer Helen herausfordert, kämpft gegen Hector. Nun, wir alle wissen ja, dass sein Archetyp Hector von Troja ist und wissen daher schon, was unweigerlich passieren wird. Tod! Ja, er wird sterben. Weil er in einen Kampf gezogen ist, den er nur verlieren konnte und das obwohl er vorher von Helen und Andy gebeten wurde, nicht zu gehen. Tja, er ist halt Hector und Hector schlägt keine Herausforderung aus.

Andy:
Ich dachte, ich setz sie mal unter Hector, weil sie ja sozusagen ein Paar sind. Andy ist neu im Buch und kommt in das Geschehen, als sie von Apoll angegriffen wurde und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde. Sie war ihr ganzes Leben lang auf einer katholischen Mädchenschule und ist jetzt Erstsemestin im Wellesley College. Sie ist eine halbe Sirene mütterlicherseits und damit ein Wesen des Meeres. Nachdem Helen, Ariadne und Claire sie aus dem Krankenhaus holen, wird sie ein fester Bestandteil im Hause Delos. Nach ihrem Angriff hat sie schreckliche Angst vor Hector, da dieser aussieht wie Apoll und attackiert ihn sogar mit einer Gabel. Natürlich ändert sich ihre Meinung im Laufe des Buches und sie verliebt sich in Hector, weswegen ihr sein Tod wohl am meisten wehtut.

Matt:
Matt hat ja neuerdings den Dolch von Achill und damit wird langsam aber sicher, sein Geist zu dem von Achill und er wird sogar der Oberbefehlshaber über die 33 verbliebenen Myrimidonen und Zeus‘ Champion. Sein Ziel ist es, den Tyrannen zu töten und er ist auch der Erste, der herausfindet, um wen es sich hierbei handelt. Nach seinem Mord an Hector wird auch er getötet.

Daphne:
Natürlich geht es nicht ohne sie. Ich gebe zu, mögen tu ich sie nicht wirklich, aber zumindest werden ihre Beweggründe klarer. – Bis sie sich vor Helen, der frischgebackenen Falschfinderin, verplappert. Tja, so kann‘s gehen. Daphne tut alles, was sie tut aus ihrer immer noch bestehenden Liebe zu Ajax und schafft es nach 19 Jahren auch endlich, Tantalus zu töten. Halleluja.

Cassandra:
Cassandra verbringt in diesem Buch die meiste Zeit in Orions Nähe, weil sie durch ihn nicht befürchten muss, dass sie Parzen durch sie sprechen werden. Orion beschützt sie und sie genießt seine Gegenwart. Schließlich verliebt sie sich sogar in ihn. Hätten wir von Cassie nie erwartet, nicht? Ich jedenfalls nicht. Gebe ich zu, aber ich freue mich auch für sie. Da wir doch zunächst dachten, dass Cassandra solche Gefühle nicht empfinden kann, war mir schon lange klar gewesen, dass sie sehr einsam sein musste. Ich bin froh, dass Orion für sie da ist. Auch wenn es vorerst nur um Händchenhalten geht.

Handlung:

Die Handlung knüpft 10 Minuten nach Ende des zweiten Bandes an und geht bereits in den ersten Seiten auf Helens Träume, die sich als Visionen herausstellen, und Erinnerungen ein, die sie eigentlich nicht haben dürfte, weil sie diese Dinge nie erlebt hat. Denn es sind natürlich die Erinnerungen von Helena von Troja.
Nach der Prophezeiung und dem Treffen der Häuser spitzt sich die Handlung weiter zu und spielt nicht mal mehr durchgehend in der Unterwelt oder auf der Erde, denn es gibt eine neue Welt – das Jederland -, die Helen erschaffen hat.
Es kommt zum Kampf und zu einer Spaltung der Scions. Entweder sie stellen sich auf Helens oder auf Zeus‘ Seite. Keine andere Option. Wie kann Helen das wieder hinbiegen? Ihr erfahrt es, wenn ihr das Buch lest.

Fazit:

Ein Leseereignis, auf das es sich zu warten, gelohnt hat. Ich wurde nicht enttäuscht und nachdem ich dieses Buch etwa 5 Minuten vor dem Schreiben dieser Rezi beendet habe, dachte ich nur noch: Oh … Wow. Ich liebe dieses Buch. Ich bin göttlich verliebt in Göttlich verliebt :D



Kommentare:

  1. Lese ich gerade :D Freut mich, dass du so begeistert von dem Buch bist. Hab erst heute Mittag angefangen und bin schon bei der Hälfte (da ich länger nicht wirklich gelesen habe, lese ich etwas langsamer... normalerweise ein Buch pro Tag...)

    lg

    Alisia
    alisiaswonderworldofbooks.blogspot.de

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    1. ich habe mich bei dem Buch gemüht, langsam zu lesen, weil ich halt nicht auf Wiedersehen zu Helen und Lucas sagen wollte. Ich vermisse sie jetzt schon. Q.Q

      ABER Josie hat ja geschrieben, dass wir vllt gar nicht auf Wiedersehen sagen müssen. Drück die Daumen ;)

      LG
      Anni-chan

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Ich freu mich über jeden Kommi :)