Rezension: Soul Beach - Frostiges Paradies (Soul Beach #1) von Kate Harrison


Titel: Soul Beach - Frostiges Paradies
OT: Soul Beach
Autorin: Kate Harrison

Gelesen auf: Deutsch

Reihe: Soul Beach
Frostiges Paradies
Schwarzer Sand
Salziger Tod


Aufmachung:

Das Cover ist in rot gehalten, mit schwarzer Schrift und meiner Meinung nach ein absoluter Hingucker. Außerdem sind die Seitenränder jeder einzelnen Seite so wie im Cover schwarz, was ich noch nirgends sonst gesehen habe und ein wahnsinniges Highlight ist. Es ist anderes als die typischen Cover. Als Beispiel ist in der englischen Version ein Mädchen und der Strand (daher der Name Soul Beach) abgebildet.

Klappentext:

Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung festsitzt.
Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge Regeln?
Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt?
Und warum sind sie alle tot?
Wer hat Megan umgebracht?
Und könnte Alice das nächste Opfer sein?

Schreibstil:

Die Autorin schreibt im Ich-Erzähler aus der Sicht der Protagonistin Alice Florence Foster, wirklich sehr verständlich. Man kann sich gut in die Gesichte einfinden und mit Alice mitfiebern. Einige Seiten sind dann in der Sicht des (noch) unbekannten Mörders von Meggie. Es könnten Tagebucheinträge sein. Sie bringen etwas Würze in das Ganze, geben bedingt Hinweise auf die Identität des Mörders und machen das Lesen einfach nur interessanter. Ich persönlich habe mich immer gefreut, wenn ein weiterer Eintrag kam.

Charaktere:

Alice Florence 'Florrie' Foster:
Alice ist 16 und die Hauptfigur der Soul Beach-Reihe. Sie hat ihre, sorry, wenn ich as jetzt so sage, 'ach-so-perfekte-und-talentierte' ältere Schwester durch einen tragischen Mord verloren, der auch monatelang in den Medien breitgetreten wird. Alice sieht ihre Schwester als menschgewordene Perfektion, was ich zum Teil wirklich sehr übertrieben fand, denn es ist einfach nicht möglich, einen Menschen, ob tot oder lebendig, so zu vergöttern. Das geht einfach nicht. Das war aber auch das einzige, was mich so ein bisschen durch das ganze Buch abgenervt hat. Auf Grund andere Werte, die ich nicht vorgreifen möchte, werde ich mir trotzdem zum nächstbesten Zeitpunkt (wenn ich in zwei Wochen wieder daheim bin) Band Nummer 2 besorgen, um zu sehen, ob sie diese unnatürliche Meinung gegenüber ihrer Schwester noch ablegt. Wir werden sehen.

Meggie 'Die Nachtigal' Foster:
Alice' Schwester. Sie wurde vier Monate und fünf Tage vor Beginn des Buches umgebracht und die Gesichte des Mordes geht seither durch die Nachrichten. Zu Lebzeiten war sie eine Berühmtheit. Sie hatte als Sängerin bei 'Sing for your Supper' mitgemacht und gewonnen. Aufgrund ihrer Darbietung von 'Amazing Grace' bekam sie den Spitznamen 'Nachtigal'. Nach ihrem Tod landet sie am Soul Beach ohne jede Erinnerung an den Mord selbst oder ihren Möder. Sie freut sich jedes Mal sehr, wenn ihre kleine Schwester sie am Strand besucht, denn ohne sie gäbe es für sie überhaupt keine Hoffnung mehr. Bei ihr hatte ich das gleiche ernsthafte Problem, wie bei Alice. Sie hat ihre Schwester einfach auf so ein Podest erhoben und das hätte sie eigentlich nicht tun sollen. Es scheint mir einfach unnatürlich und ich habe das Buch auch nicht gelesen, weil ich unbedingt wissen, wollte, was mit ihr passiert. Sie ist einfach nur der Grund, wieso Alice an den Soul Beach kommt. Eine stummsinnige Nebenwirkung ohne eigene Persönlichkeit.

Lewis 'wie war noch gleich sein Nachname?':
Lewis ist, wenn ich das richtig verstanden habe, der nerdige Kumpel von Robbie (mit dem war Alice am Anfang zusammen, aber er ist eigentlich total unwichtig), der Alice hilft, herauszufinden, wie eine von Meggies Freundinnen am Soul Beach, Triti, ums Leben kam und was die Umstände waren. Er geht und fährt mit Alice überall hin, so dass ich mitlerweile glaube, dass er auf sie steht. Aber so eine interessante Person ist er dann auch wieder nicht.

Danny Cross:
Danny ist ein Freund von Meggie und Alice am Soul Beach. Er ist ein Jahr von Beginn des Buches bei einem Unfall mit dem Privatjet seines superreichen Vaters ums Leben gekommen. Im Nachhinein hätte er, unausgebildet, wie er war, vielleicht nicht unbedingt das Flugzeug selbst steuern sollen. Das weiß er jetzt bestimmt. Er denkt am Soul Beach oft darüber nach, dass er doch noch einen Ausweg geben muss und sieht in Alice einen Hoffnungsschimmer. Schließlich verliebt er sich in sie... (Egal, wie ernst das Thema ist, eine tragische Liebesgeschichte muss es nunmal geben.)

Handlung:

Die Handlung beginnt vier Monate und fünf Tage nach dem Tod von Alice' Schwester Meggie. Am Morgen der Beerdigung checkt Alice noch einmal ihre Emails und findet eine Mail von ihrer toten Schwester. Sie hält das Ganze für einen üblen Scherz. Somal die Mail nicht einmal einen Inhalt hatte. Zunächst ist sie wütend, nutzt die Gelenheit aber schließlich, um Meggie eine Mail zu schreiben und sich quasi alles von der Seele zu reden, ähm, zu schreiben. Etwas später erhält sie eine weitere seltsame Emal. Diesmal von einer Seite names Soulbeach.org. Im Betreff wird Meggies Name erwähnt und natürlich muss Alice wissen, worum es geht. Es ist eine Einladung zum Strand von Soul Beach. Jetzt wird Alice wütend, gibt aber irgendwann nach und drückt den Aktivierungslink, der sie direkt zum Strand führt, wo ihre Schwester schon auf sie wartet.

Am eigenen Leib erfährt sie im Verlauf des Buches, was passiert, wenn man gegen die Regeln von Soul Beach verstößt und wie man die 'Gäste des Strandes' von der Hölle im ewigen Paradies befreien kann...

Fazit:

Ehrlich gesagt, ist es nicht mein Geschmack. Ich gebe zu, die Idee ist allererste Sahne. Wer hat denn schon mal ein Buch über das Paradies hinter dem Computerdeskop gelesen? Dummerweise hatte ich mir mehr von den Charakteren erwartet. Die hatten sich als ziemlich einseitig herausgestellt. Allein meine Neugier wird mich noch dazu bringen, die nächsten Bände zu lesen, denn ich will einfach wissen, wer Meggie umgebracht hat. Das ist alles.



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