Rezension: Erebos von Ursula Poznanski

Gelesen auf: Deutsch

Cover:

Ok, das Cover ist rot mit einem Auge drauf. Es sieht sehr mitgenommen aus, auch wenn man es vielleicht gerade erst gekauft hat. Außerdem passt die Aufmachung (mal ganz abgesehen von dem Titel) gar nicht zu dem Inhalt des Buches. Ich persönlich finde das Cover abgrundtief hässlich, aber naja, man soll ja kein Buch nach dem Umschlag beurteilen.

Klappentext:

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht: Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und - wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!

Charaktere:

Nick:
Nick ist der Protagonist von Erebos. Ihm wird das Spiel angeboten und da er schon gesehen hat, wie andere Schüler seiner Schule geheimnisvoll das Spiel hin und her tauschen, akzeptiert er alle Bedingungen (nur alleine spielen, niemanden davon erzählen, usw.) und nimmt die DVD an. Er beginnt, zu spielen und wird prompt süchtig danach. Seine Spielfigur ist ein Dunkelelf namens Sarius, der in der Welt von Erebos mit anderen Spielern aufeinandertrifft, Quests besteht und ab und an auch Aufträge in der normalen Welt erfüllt. Er hat keine Ahnung, wie das Spiel ihm Aufträge im realen Leben geben und auch kontrollieren kann, ob er das getan hat, aber er tut es, denn wenn nicht, ist das Spiel für ihn vorbei und das kann er nicht zulassen. Nick ist in Emily verliebt, eine Mitschülerin, die aber kein Fan von Erebos ist und er weiß nicht, wie er sie auf sich aufmerksam machen soll.

Emily:
Emily ist eine Klassenkameradin von Nick. Sie hat schon oft Angebote bekommen, Erebos zu spielen, aber alle abgelehnt. Sie möchte sich nichts von ekligen Typen schenken lassen. Sie kann nicht verstehen, warum es alle so toll finden und schließt sich mit Jamie zusammen, um herauszufinden, was es mit diesem Spiel auf sich hat.

Jamie:
Jamie ist der beste Freund von Nick und wie Emily kein Fan von Erebos. Er nimmt das Spiel nicht an, als Nick es ihm anbietet und arbeitet gezielt dagegen, was ihn zu einem Feind des Spiels macht und von Erebos 'eliminiert' werden muss.

Handlung:

In Nicks Schule geht ein Spiel um. Erebos. Kein Nicht-Spieler weiß etwas über seine Existenz und die Spieler tun geheimniskrämerisch. Die Spieler kennen einander im Spiel, wissen aber nicht wirklich, mit wem sie es in der realen Welt zu tun haben. Nick bekommt Erebos und ist sofort in seinen Bann gezogen. Er erledigt jeden Auftrag, den er von Erebos bekommt. Auch in der realen Welt. Bis er einen Auftrag bekommt, den er nicht erfüllen kann und aus dem Spiel fliegt. Die Regeln sind klar: Du hast nur eine Chance Erebos zu spielen. Bist du raus, ist es vorbei. Jetzt liegt es an Emily, das Spiel zu bekommen und somit wieder einen Draht zur Welt von Erebos herzustellen, denn nur, wer sich mit Erebos verbündet, kann es bezwingen.

Fazit:

Vielleicht gibt es Erebos, das süchtig-machende Spiel nicht wirklich, aber das Buch hat eine genauso abhängig-machende Wirkung auf mich. Ich fand es großartig geschrieben und die Idee ist einfach neu und noch nicht ausgelutscht. Den einzigen Minuspunkt: Es ist teilweise etwas langwierig, aber ich kann es trotzdem jedem weiterempfehlen, der Lust auf eine neue, spannende Geschichte voller Herz und Charm hat.


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