Rezension: Denglisch for Better Knowers von Adam Fletcher und Paul Hawkins

Gelesen auf: Deutsch und Englisch

Die Leseprobe auf vorablesen.de hat mich auf dieses neue Buch von Adam Fletcher aufmerksam gemacht und ich konnte nicht anders, als reinzulesen. Es wird schnell klar, dass wir es hier mit einer humoristischen Ode an die deutsche Sprache zu tun haben, aber nicht nur das, auch die deutsche Kultur rückt in dem Buch ins Rampenlicht.
Nach nur ein paar Seiten war Schluss und ich wusste, ich wollte unbedingt wissen, was Mr Fletcher und Mr Hawkins noch so auf Lager hatten, um uns deutsche Leser unserer eigenen Unsinnigkeit aufmerksam zu machen.

Der Gewinn eines Leseexemplars kam unverhofft und war dementsprechend war meine Freude, als ich die Email von vorablesen.de bekam. Wenige Tage später kam es bei mir an und ich konnte sofort anfangen, mich in die Welt aus Gramatik, Sprache und Kultur zu stürtzen.

Was mich beeindruckt und ehrlich gesagt, ein wenig verwirrt hat, war, dass beide Seiten von einem Cover geziert werden. Das Buch ist zweisprachig, das heißt, auch für Menschen, die der englischen Sprach nicht mächtig sind, gut verständlich. Möchte man es nicht auf Englisch lesen, dreht man es einfach um und kann den gleichen Text auch auf Deutsch genießen.

Das Buch wird von einem Engländer erzählt, der offensichtlich schon seit einigen Jahren in Deutschland lebt. In den einzelnen Kapiteln, die immer die grob und falsch übersetzte englische Version einer deutschen Redewendung tragen, erzählt er davon, wie er die deutsche Sprache erlernte und zu bestimmten Ausdrücken (z. B. Live like god in France – Lebe wie Gott in Frankreich, Life's not a pony farm – Das Leben ist kein Ponyhof) so seine eigenen Gedanken hatte. Wir gehen auf eine lustige Reise und lernen unsere Muttersprache noch einmal von vorne. Am Ende der Lektüre (oder in der Mitte, wo die Deutsch und Englisch aufeinandertreffen) sah ich eine Menge Wörter und Sätze, die ich früher einfach so benutzt hätte, weil ich wusste, was ich damit meinte, mit völlig anderen Augen. Außerdem wurde mir bewusst, wie wir Deutschen uns für den Rest der Welt aussehen mussten, wenn z. B. wir Spiegeleier machten, obwohl doch gar kein Spiegel dabei im Spiel war.

Das Buch ist eine schöne Lektüre für zwischendurch, um sich seiner eigenen Eigenarten in der deutschen Sprache bewusst zu werden, jedoch nichts, was längerfristig im Kopf bleibt, denn, ehrlich gesagt, wir Deutschen sind Gewohnheitstiere (eine weitere Redewendung, die wir benutzen, ohne uns Gedanken zu machen, wie Ausländer sie auffassen könnten) und wir machen aus unserer Sprache, was sie ist.
Denglisch for Better Knowers ist lustig, humoritisch geschrieben, aber nichts, wenn es darum geht, in einem Buch zu versinken und bis zur letzten Seite nicht mehr aufzutauchen.



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