Rezension: Die Stunde der Lilie von Sandra Regnier


Titel: Die Stunde der Lilie
OT: /
Autor: Sandra Regnier
Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 357
ISBN: 978-3-646-60073-5
Preis: 3,99 €
Erscheinungstag: 7. August 2014


Gelesen auf: Deutsch

Cover und Titel:

Das Cover ist wirklich umwerfend schön mit den Blautönen und dem Lilien-Symbol und der richtigen Lilie. Da habe ich absolut nichts dran auszusetzen. Was mich allerdings verwirrt, ist der Titel. Er ist wirklich toll, passt aber absolut gar nicht.

Klappentext:

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll … Dies ist der erste Band der Lilien-Reihe. (Quelle: www.carlsen.de)

Schreibstil:

Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, was es zum Teil einfacher macht, alle Personen zu verstehen, obwohl ich für ein solches Buch doch die Ich-Perspektive gewählt hätte. Trotzdem war es leicht, in Julias Gefühlswelt einzutauchen und nachzuvollziehen, was sie durchmacht.

Charaktere:

Julia ist ein facettenreiches Mädchen aus dem 21. Jahrhundert. Sie ist nicht gut in Französisch, reitet nicht gern und ist dementsprechend erst einmal total aufgeschmissen, als sie in Versailles im 17. Jahrhundert feststeckt.
Von Beginn an war sie mir sympathisch, hat schnell gelernt, dass sie sich anpassen muss. Ich verneige mich vor ihrem Französisch, dass sie innerhalb kürzester Zeit perfektioniert hat.
Mit ihr habe ich in den letzten Tagen gelacht, geweint und gelitten.
Obwohl sie den Großteil des Buches nur versucht hat, sich der Epoche anzupassen, kam schon ab und an durch, was für eine starke Persönlichkeit sie doch hat.
Daumen nach oben.

Die Charaktere an sich waren alle gut ausgearbeitet und nachdem ich das Nachwort gelesen und erfahren hatte, dass fast alle wirklich existiert haben, ziehe ich meinen Hut vor Frau Regnier.

Jedem, der einmal ein Buch mit Figuren lesen möchte, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ist hier genau richtig.

Handlung:

Julia landet bei einem Reitausflug mit ihrer besten Freundin auf einmal wie durch ein Wunder in Versailles in 1677 und wird prompt ein Mündel von Ludwig XIV. Fortan muss ich mithilfe ihres Lehrers, Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan, lernen, sich in der französischen Gesellschaft des 17. Jahrhundert zurechtzufinden.
Viele Kapitel an lernt sie Etikette, Tanz, Französisch und Reiten, so dass man anfänglich das Gefühl hat, sie würde nichts Anderes mehr für den ganzen Rest des Buches tun.
Falsch!
Aber ich will nicht zu viel vorweg nehmen. ;)

Fazit:

Die ersten Seiten sind durchaus schleppend, aber, wenn man sich einmal selbst ins Versailles des 17. Jahrhundert versetzt hat, fließen die Seiten nur so dahin. Eine gemütliche Lektüre zum Träumen von einer anderen Zeit.
Punktabzug wegen dem langwierigen Einstieg und weil der Love Interest erst so spät eingeführt wird.
Ich vergebe vier Sterne und freue mich auf Band zwei.

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Danke an vorablesen.de für das Leseexemplar.

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