Rezension: Heilige Kuh von David Duchovny



Titel: Heilige Kuh
OT: Holy Cow
Autor: David Duchovny
Ausstattung: Gebunden
Seiten: 222
Preis: 16,99 €(D)
ISBN: 978-3-453-26989-7
Erscheinungstag: 16. März 2015

Reihe: -

Kurzbeschreibung

Hören Sie auf Elsie, die Kuh!
Was haben Kühe, Popkultur und der Palästinakonflikt miteinander zu tun? Nun, sie sind alle Teil unserer heutigen Welt. Und in dieser Welt macht sich eine junge Kuh namens Elsie auf, etwas an ihrem Schicksal zu ändern. Gemeinsam mit einem zum Judentum konvertierten Schwein und dem wild plappernden Truthahn Tom begibt sie sich auf eine Abenteuerreise, in deren Verlauf der Leser viel Wahres über die Menschen erfährt. Eine saukuhle Fabel, geschrieben von einem saucoolen Autor.
Elsie ist eine junge Kuh, und eine glückliche dazu! Sie verbringt ihre langen, ereignislosen Tage mit Essen, Schlummern und Plaudereien mit ihrer besten Freundin Mallory. Doch eines Nachts schleichen sich Elsie und Mallory von ihrer Weide und müssen durch das Fenster des Bauernhofs mit ansehen, was der leuchtende Schachtelgott (so nennen sie den Fernseher) über »industrielle Mastbetriebe« offenbart. Elsies heile Welt ist in ihren Grundfesten erschüttert. Für sie gibt es nur eine Lösung: Sie muss in eine bessere, sichere Welt flüchten. Und so bildet sich ein kunterbuntes Trio, bestehend aus Elsie, Jerry – Verzeihung, Shalom –, einem thoralesenden Schwein, das vor Kurzem zum Judentum konvertiert ist, und Tom, einem (zumindest in seinen Augen) charmanten Truthahn, der nicht fliegen, dafür aber mit dem Schnabel ein iPhone bedienen kann. Die drei begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, in der sie eine Menge über die Welt, in der wir leben, erfahren. (Quelle: Random House)

Äußere Erscheinung

Es handelt sich um ein gebundenes Buch mit Schutzumschlag. Auf dem befindet sich eine grobe Zeichnung einer Kuh, die auf den Hinterbeinen steht und darunter in großer Schrift der Titel.
Das Cover hat mir persönlich nicht so gefallen, aber da dieser Zeichenstil auch einige Seiten im Buch ziert, gewöhnt man sich schnell daran. Definitiv kein Cover, das so schnell in Vergessenheit gerät.

Erster Eindruck

Ich liebe diesen offenen, ehrlichen Schreibstil und die Kommentare von Elsie, der Protagonistin. Wie der Autor immer wieder kurze Passagen einstreut, was Elsies Verlegerin dazu gesagt hat, ist einfach unglaublich erfrischend zu lesen. Das Buch ist wirklich besser, als ich es mir anfänglich vorgestellt habe.

Meine Meinung

Durch diese liebenswerte, anfängliche naive Art ist mir Elsie schnell ans Herz gewachsen und ihre Mission hatte einfach was. Naja, man rechnet jetzt nicht jeden Tag damit, dass eine amerikanische Kuh nach Indien will, weil Kühe dort verehrt werden. Hach, toll. Da hat sich mir nur die Frage gestellt, wie die arme mittellose Elsie, die ihr Leben auf einer Farm verbracht hat, das nur bewerkstelligen will.
Aber die liebe Elsie ist ja nicht allein. Sie hat tierische Unterstützung von dem zum Judentum kovertierten Schwein, Schalom, das unbedingt nach Israel will und Tom, den Truthahn, der es sich zum Ziel gemacht hat, in die Türkei auszuwandern (Die Gründe, warum die drei in diese Länder wollen sind übrigens toll J.)
Natürlich kann das nur in einer Fabel so toll funktionieren, dass die drei sich verkleiden und so bis an Bord des Fliegers gelangen, aber so unglaublich die Handlung auch verfasst war, es hat mich absolut nicht gestört.
Na gut, dann fliegt der Truthahn eben den Privatjet. Wieso nicht? Vögel sind doch zum Fliegen gemacht.
Die drei Tiere sind auch in ihrer Art, zu sprechen absolut einmalig. Die Akzente von Schalom und den Tieren, den sie auf ihrer Reise begegnen, sind zwar stellenweise schwierig zu verstehen, wenn man keine Ahnung von Akzenten hat, aber trotzdem immer für einen Lacher gut.

Fazit

Ein wunderbares Buch für Zwischendurch, erfrischend zu lesen, aber trotzdem tiefgründig und aufrüttelnd zu gleich. Geeignet für Menschen aller Alters- und Glaubensrichtungen.


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