Rezension: Asche und Phönix von Kai Meyer



Titel: Asche und Phönix
OT: /
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
Ausstattung: Hardcover (E-Book inkl.)
Seiten: 460
Preis: 19,90 € (D)
ISBN: 978-3-551-58291-1
Erscheinungstag: 27. November 2012

Reihe: /

Kurzbeschreibung

Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut.
Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich bis an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer Macht, die sie gnadenlos jagt.
(Quelle: Carlsen)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist in einem dunklen Grün gehalten, man sieht die Küste der Côte d’Azur in der unteren Hälfte des Covers. Im Himmel steht der Titel in weißen verschnörkelten Buchstaben Asche und in schwarzes Serifenschrift Phönix. Zu den Rändern hin wird das Cover dunkler und rechts oben sowie am linken Rand winden sich blasse rankenartige Muster. Der Gesamteindruck des Covers ist eher ein düsterer aufgrund der dunklen Farben und passt sehr gut zu dem Fantasy-Roman.

Warum ich es gelesen hab

Schon lange hadere ich mit mir. Ich habe nur Gutes von Kai Meyer gehört und hatte aber selbast noch nie ein Buch von ihm gelesen. Meine beste Freundin hat mich dann auf dieses hier aufmerksam gemacht und dann haben wir beide uns das Buch für je 5,19 € bei Medimops (Schleichwerbung) gekauft.

Meine Meinung

Schreibstil:
Kai Meyer hat einen sehr flüssigen, bildhaften Schreibstil. Seine Kapitel sind ziemlich kurz, perfekt für Kapitelleser, dabei springt er von Kapitel zu Kapitel zwischen seinen Protagonisten Ash und Parker hin und her, da er in der dritten Person die Handlung aus beider Sichten erzählt. Alle paar Kapitel widmet er ein paar Seiten dem Antagonisten Libatique, dessen Teil in der Präsenz statt wie der Rest des Buches in der Vergangenheitsform geschrieben ist. Kai Meyers Schreibstil baut an den richtigen Stellen binnen weiger Sätze ungeheure Spannung auf, nur was Romantik angeht, gibt es Abzüge in der A-Note (aber es handelt sich ja um Fantasy, nicht um Romance. Außerdem ist er ein Kerl. Da wollen wir mal nicht so sein.).

Story:
Es geht, gelinde gesagt, um Ash, eine rastlose Hoteldiebin, die zusammen mit Parker Cale, einem weltberühmten Filmstar, vor den Paparazzi aus dem Hotel flüchtet, weil er in einer Pressekonferenz zuvor seine Rolle nach drei vollendeten Filmen hingeworfen hat. Bald schon fühlen sie sich von einer dämonischen Macht verfolgt und eine Hetzjagd an die Côte d’Azur bis nach Monaco beginnt…
Wie ich es von einem der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren schon erwartet hatte, ist die Geschichte sehr gut ausgeglückelt, so dass es selbst nach dem Ende nur wenige offene Fragen gibt. Zu Beginn hatte ich mit einer ‚einfachen‘ Liebesgeschichte gerechnet, obwohl ich auf dem Klappentext schon mit dem ‚dämonischen‘ Twist konfrontiert worden war und der kam dann auch ziemlich schnell.
Der Leser wird mit allerhand Dämonen, Untoten, Sukkubi und Inkubi konfrontiert, wobei Kai Meyer es sich nicht nehmen lässt, alles detailliert zu beschreiben. Versteht mich nicht falsch, ich mag seinen Schreibstil, aber ab und an wurde es ziemlich eklig.
Trotzdem kommt bei dem Buch selten Langeweile auf, die Handlung geht in einem nicht zu schnellen, nicht zu langsamen Tempo voran, wobei ich leider etwas schade fand, dass das Ende, bzw. der Twist am Ende, doch etwas vorhersehbar war.
Ich kann von mir nicht behaupten, jemals ein Buch mit ähnlicher Handlung gelesen oder davon gehört zu haben, von daher für Einfallsreichtum und Individualität von mir schon mal einen klaren Daumen nach oben.

Charktere:

Ash
Ash ist die Asche aus dem Titel. Sie ist eine Unsichtbare, das heißt, sie lebt in den Wohnungen, dessen Bewohner gerade nicht zu Hause sind und verschwindet wieder ohne eine Spur zu hinterlassen, bevor die Bewohner zurück kommen. Sie schlägt sich mit Jobs in Hotel als Zimmermädchen durch, wobei es ihr weniger um das Gehalt geht, als viel mehr um die reichen Menschen, die sich in den Suites einbuchen und die sie gerne mal um ihr Bares erleichterte.
Sie ist die typische Einzelgängerin, will mit der Welt um sich herum nichts zu tun haben und wirkte auf mich mit ihren Sprüchen und Handlungen sehr sympathisch. Ash ist einfach verdammt taff, mutig, vielleicht auch ein wenig stur, aber ein kleiner Dickschädel kann manchmal auch nicht schaden.

Parker
Parker spielte in der Verfilmung der Buchtrilogie um The Glamour die Hauptrolle Phoenix Hawthorne und ist damit der Phönix aus dem Titel. Er ist weltberühmt, unzählige Mädchen himmeln ihn wegen seiner Rolle an. Dabei hat sein Vater persönlich einen Schriftsteller mit dem Schreiben der Trilogie beauftragt, diese selbst von seinen Verlagen herausbringen lassen, den Film in seinem Filmstudio produziert und schließlich an die Kinos verkauft, damit Parker sie bekam.
Dabei möchte Parker kein Filmstar mehr sein und schmiss die Rolle in einer Pressekonferenz hin, bevor er mit Ash an seiner Seite die Flucht ergriff. Am Anfang wirkte er ein wenig verwöhnt und hochnäsig, aber mit der Zeit legt er dieses Verhalten ab und wendet sich Ash mehr zu. An seinem Charakter hat mich leider etwas gestört, dass er der Meinung war, Ash beschützen zu müssen, obwohl das Mädchen mehr als einmal zuvor bewiesen hatte, wie taff sie ist.

Fazit

Spannung und Fantasy auf hohem Niveau für viele unterhaltsame Lesestunden.

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