Rezension: Vision - Das Zeichen der Liebenden (Vision #1) von Ana Alonso



Titel: Vision – Das Zeichen der Liebenden
OT: Tatuaje
Autor: Ana Alonso und Javier Pelegrín
Verlag: Arena
Ausstattung: Hardcover
Seiten: 449
Preis: 17,99 € (D)
ISBN: 978-3-401-06655-4
Erscheinungstag: Juni 2011

Reihe:
Vision – Das Zeichen der Liebenden
Illusion – Das Zeichen der Nacht
Emotion – Das Zeichen der Auserwählten

Kurzbeschreibung

Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.
(Quelle: Amazon)

Äußere Erscheinung

Das Cover des Buches hat einen hellblauen Hintergrund. Am linken Rand sieht man das Gesicht eines Mädchens mit langen dunklen Haaren. Der Titel ‚Vision‘ steht in dunklem Violett in der Covermitte, dabei sehen die Buchstaben aus, wie mit einem dicken Füller geschrieben. Darüber schwebt ein hellgrüner Drache, der leider in der Farbe keinen Bezug zur Story hat. Zwar kommen Drachentattoos vor, aber nicht in hellgrün. Schade.
Die Namen der Autoren stehen in einer verschlungenen Schriftart in der oberen rechten Ecke. Der Untertitel steht am unteren Bildrand, knapp überhalb einer Skyline, von der ich keine Ahnung habe, welche Stadt es sein soll.
Mir gefällt das Cover sehr gut, obwohl der Inhalt von der Stimmung her doch eher dunkler ist. Auch das spanische Originalcover ist sehr dunkel, aber ich bin froh, dass die deutsche Version so aussieht. Der Buchrücken ist auch sehr hübsch gestaltet. Sieht im Regal einfach toll aus.

Warum ich es gelesen habe

Auf das Buch hat mich meine beste Freundin gebracht. Sie wollte es eigentlich auch nur lesen, weil sie so heißt, wie die weibliche Hauptfigur, Jana, aber mich hat dann auch der Klappentext interessiert. Wir beide haben es uns dann gebraucht über Medimops geholt.

Meine Meinung

Schreibstil:
Der Schreibstil ist ganz eindeutig aus einer Fremdsprache übersetzt. Das merkt man. Spanier haben allgemein schon einen etwas anderen Schreibstil und diesen zu übersetzen, ist natürlich schwierig, aber dennoch konnte ich mich nach ein paar Kapiteln schön in die Geschichte hereinfinden.
Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben, was mir persönlich eigentlich nicht gefällt, war aber hier passend, da die Handlung so immer zwischen Jana und Alex hin und her wechseln konnte. Außerdem gab es Visionen, die sehr bildhaft beschrieben wurden, bei denen die dritte Person angebracht war. Alles in allem lässt sich das Buch flüssig lesen, man fliegt quasi nur so über die Seiten.
Der einzige Mangel: Das Buch ist in sich noch mal in vier Bücher gegliedert und immer, wenn ein Buch zuende ist, beginn man wieder bei Kapitel 1. Das ist etwas verwirrend.

Handlung:
In dem Buch geht es darum, dass Alex mit seinem besten Freund auf eine Party geht und von dort dann der geheimnisvollen Jana folgt, weil er schon ewig unsterblich in sie verliebt ist. Das war bei mir der Moment, in dem ich mir dachte: Ach, wirklich. Du kennst sie kaum, Alex, aber natürlich bist du gleich unsterblich in sie verliebt. Das wirkte für mich etwas unrealistisch und Alex an sich, war am Anfang, einfach nur ne Memme.
Die Geschichte geht weiter und Alex übernachtet dann auch bei Jana (Hach, wie realistisch!), wo er auf ihren Bruder trifft, der ihm von magischen Tattoos erzählt und Alex damit überzeugt, sich sogleich tätowieren zu lassen. Dank dem Tattoo verstärkt sich Alex‘ Wahrnehmung, wenn Jana in der Nähe ist, aber gleichzeitig kann er sie nicht mehr berühren, weil es ihn sonst verbrennen würde. (Oh, nein, dabei sind beide ja gerade sooooo verliebt ineinander.)
So viel zum Beginn des Buches. Wenn ich mir das so durchlese, hört sich das ja nicht gut an, doch wenn man sich durch die ersten hundert Seiten gelesen hat, nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und auch die Charaktere entwickeln sich weiter.
Zu der Handlung an sich und der Thematik kann ich sagen, dass ich es positiv überrascht bin, denn über Medu und Magie durch Symbole wie Tattoos habe ich bislang noch nichts gelesen. Es ist eine sehr komplexe Geschichte zur Vergangenheit und Beziehung der Klane zwischeneinander, die sehr detaillgetreu von den Autoren ausgearbeitet und umgesetzt wurde. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Charaktere:
Wie gesagt, Alex wirkte am Anfang wie eine richtige Memme, der nur dem einen geheimnisvollen Mädchen hinterherläuft wie ein Hündchen, doch er ist eigentlich viel stärker, als er vermuten lässt. Nach dem Tod seines Dads ist er der Anker seiner kleinen Schwester, da seine Mutter sehr viel arbeitet. Außerdem ist er mutig und besitzt eine gewaltige Opferbereitschaft, die man vor allem im zweiten Drittel des Buches zu lesen bekommt. Dazu kommt sein Dickschädel. Er weigert sich, sein Schicksal anzunehmen und möchte alles daran setzen, es zu ändern und den Medu zu helfen. Seine Figur hat mich zu Beginn wirklich genervt, aber inzwischen habe ich ihn richtig lieb gewonnen.
Jana ist das typische geheimnisvolle Mädchen, von dem jeder Junge schwärmt, doch Jana hat wirklich ein Geheimnis. Sie ist eine Medu. Sie und ihr Bruder können mithilfe von Tattoos Magie wirken (Hat mich am Anfang ein wenig an die Runen in den Chroniken der Unterwelt erinnert, ist aber nicht mal entfernt so.). Außerdem kann Jana Visionen heraufbeschwören und besitzt einen blauen Saphir, den magischen Gegenstand des Agmar-Klans, den sie, sobald sie 18 wird, anführen wird. Sie ist sehr stark, obwohl sie noch keine besondere Begabung bei ihr gezeigt hat und hat quasi auch so einen Dickkopf wie Alex. Die beiden passen in der Hinsicht echt gut zusammen. Ihr stehe ich neutral gegenüber, da ich sie weder wirklich mag noch richtig verabscheue. In dem Buch war ich mit ein paar Handlungen nicht ganz einverstanden, aber ich hoffe, dass ich in Band 2 eine solidere Meinung über sie bilden kann.
Allgemein sind die wichtigsten Charaktere sehr gut und detailiert ausgearbeit, wobei allerdings bei den Nebenfiguren ein wenig die Tiefe fehlt. Die Verknüpfungen zwischen allen Personen sind klar erkennenbar und bis auf Jana hatte ich auch keine Schwierigkeiten, Sympathien klar zu ordnen.

Fazit

Ich bin definitiv positiv überrascht, da das Buch so viele negative Bewertungen hat, aber mir hat es als Reihenauftakt echt in seinen Bann gezogen, nachdem ich den Anfang hinter mir gelassen hatte.

Kaufen?
Verlag oder beim Buchhändler eures Vertrauens
(Leider verkauft der Verlag nur das Taschenbuch.)




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