[Rezension] Everything Everything von Nicola Yoon



Titel: Du neben mir und zwischen uns die ganzeWelt
OT: Everything everything
Autor: Nicole Yoon
Ausstattung: Softcover
Seiten: 306
Preis: $7,99 (USD)
ISBN: 978-0-552-57423-5
Erscheinungstag: 27. August 2015

Reihe: /

Kurzbeschreibung

My disease is as rare as it is famous. Basically, I’m allergic to the world. I don’t leave my house, have not left my house in seventeen years. The only people I ever see are my mom and my nurse, Carla.

But then one day, a moving truck arrives next door. I look out my window, and I see him. He's tall, lean and wearing all black—black T-shirt, black jeans, black sneakers, and a black knit cap that covers his hair completely. He catches me looking and stares at me. I stare right back. His name is Olly.

Maybe we can’t predict the future, but we can predict some things. For example, I am certainly going to fall in love with Olly. It’s almost certainly going to be a disaster.

Äußere Erscheinung

Das Cover hat einen weißen Hintergrund, auf dem in Großbuchstaben die Worte Everything, Everything geschrieben stehen. Das obere Wort einfach in blau geschrieben, während das untere zwar weiß ist, aber das hat einen farbenfrohen, detailreichen Hintergrund. Der Kontrast passt auch sehr schön zur Geschichte, die ebenfalls sehr kontrastreich ist.

Warum ich es gelesen habe

Es hat mich in der Buchhandlung einfach angesprochen. ^^

Meine Meinung

Schreibstil:
Das Buch wird aus der Sicht der Protagonistin Madeline Whittier erzählt und ihre Gedanken fließen wirklich sehr schön in den Schreibstil ein. So findet man nicht selten, Anspielungen auf große Klassiker der Literatur, unglaublich tiefgründige Zitate und ebenso Chat- und Email-Verläufe zwischen ihr und Olly. Und was auch noch erwähnenswert ist, sind die Zeichnungen, Listen und ärztliche Protokolle auf den Seiten.

Handlung:
In dem Buch geht es um Maddy. Sie ist achtzehn und hat das Haus seit siebzehn Jahren nicht mehr verlassen, denn sie leidet unter einer sehr seltenen Imunkrankheit. Ihr Leben spielt sich komplett zu Hause ab, mit ihrer Mutter und ihrer Krankenschwester. Und sie ist glücklich. Zumindest bis Olly nebenan einzieht und sie merkt, dass Leben mehr ist als nur am Leben zu sein. Ollys Leben scheint so viel mehr zu sein, als ihrers. Er verbringt viel Zeit auf dem Dach, geht zur Schule, wie jeder andere normale Teenager auch, aber auch sein Leben ist nicht perfekt.
Die Thematik habe ich in dieser Art und Weise noch nicht gelesen. Für Originalität gibt’s dafür volle Punktzahl. Nicola Yoon hat in einem erfrischenden Jugendbuch auf vielerlei ernster Themen, wie SCID und häusliche Gewalt aufmerksam gemacht, ohne es zu ernst und erdrückend wirken zu lassen, sondern tiefgründig und bewegend, so dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Dieses Buch ist wie eine Reise, die mit Maddys und Ollys Kennenlernen beginnt und erst mit der letzten Seite endet. Ich finde gar keine Worte, um zu beschrieben, wie sehr mich dieses Buch berührt hat.

Charaktere:
Maddy ist eine sehr sympathische Protagonistin. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Da sie in ihrem Haus sehr viel Zeit allein verbringt, liest sie sehr viel (Als Booknerd muss ich andere Buchlieberhaber ja quasi mögen.), vorzugsweise Weltliteratur, aus denen sie dann Lehren zieht und sie auf ihrem Blog ‚Life is short.‘ kurz vorstellt. Mir gefällt besonders an ihr, dass sie trotz dass sie siebzehn Jahre in ihren eigenen vier Wänden eingeschlossen war, nie ihre Lebenslust verloren hat. Sie ist ein richtiges Stehaufmännchen und hat Mut, richtig was zu riskieren.
Und Olly, oh, wie ich ihn liebe. *schwärm* Der Junge zieht mit seiner Familie in das Haus neben Maddy und will sich mit ihr anfreunden. Dabei ist er sehr durchsetzungsfähig und darf sie schließlich besuchen. Olly ist ein richtiger Sonnenschein. Er klettert, scheinbar für sein Leben gern, ist immer in Bewegung und quasi das genaue Gegenteil von der ruhigen Maddy. Aber wie Gegenteile sich nunmal anziehen, so gehören auch Maddy und Olly in meinen augen einfach zusammen.
Von den Nebenfiguren hat mich Carla, die Krankenschwester am meisten überzeugt. Sie ist Maddys Krankenschwester, hat ein großes Herz und eine wirklich liebenswerte Art. Maddys Mutter hingegen mochte ich überhaupt nicht. Die Gründe dafür wären jetzt ein gewaltiger Spoiler, aber ihr werdet es verstehen, wenn ihr das Buch gelesen hast.

Fazit

Ein Jugendbuch, das einem mit viel Tiefgang eine wichtige Lektion lehrt: Das Leben ist ein Geschenk und man sollte es nicht für selbstverständlich nehmen. Eins meiner Jahreshighlights.


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