[Rezension] Rockherz von Andie F. Andersson

26059429 

Titel: Rockherz
OT: /
Autor: Andie F. Andersson
Verlag: Kindle Direct Publishing
Ausstattung: E-Book
Seiten: 246
Preis: 0,99 € (D)
ASIN: B014HDIQSI

Kurzbeschreibung

Miami, London, München: Das ist die Welt von Almond. Die Siebzehnjährige ist ein Scheidungskind und lebt für die Momente, die sie bei ihrem Vater verbringen darf. Als Manager von Rockbands hat er Almonds Musikstil geprägt und sie träumt heimlich davon, einmal in seine Fußstapfen zu treten. Bei einem ihrer Besuche lernt sie Burnside Close, die neue Band ihres Vaters, kennen und verliebt sich in deren Leadsänger Morris. Mehr denn je ist Almond daraufhin überzeugt, dass Rockmusik ihr Leben ist. Doch ihre Mutter ist davon so gar nicht begeistert. Als dann auch noch ein schwerer Schicksalsschlag Almonds Leben völlig auf den Kopf stellt, weiß sie bald selbst nicht mehr, was sie eigentlich will, und ihre Liebe zu Morris wird auf eine harte Probe gestellt.
(Quelle: Amazon)

Äußere Erscheinung

Das Cover hat einen weißen Hintergrund, der jedoch hinter der jungen Frau (Almond) fast völlig an Bedeutung verliert. Das Mädchen spielt auf einer E-Gitarre (Kann Almond Gitarre spielen? Wenn ja, ist mir das entgangen?) und aus ihr kommt irgendeine undefinierbare schwarz-lila Wolke. Wirklich, ich kann sie nicht beschreiben, aber das Cover ist doch total rockig, findet ihr nicht auch?

Meine Meinung

Schreibstil:
Andie F. Andersson hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich flüssig liest und bei dem man gerne weiterlesen möchte. Sie schreibt aus der Sicht von Almond, so dass man als Leser einen schönen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhaschen kann. Manchmal bekommt man beim Lesen das Gefühl, dass Almond die Geschichte aus dem Off erzählt, als wäre das alles längst geschehen und sie würde die Erlebnisse rekapitulieren. Dann wird es traurig und irgendwie melancholisch, was die Stimmung des Buches meiner Meinung nach schön wiederspiegelt.

Handlung:
Die Geschichte beginnt mit der siebzehnjährigen Almond, die ihren Vater in den USA besorgt und prompt der Band vorgestellt wird, die dieser seit neustem managet: Burnside Close. Zu diesem Zeitpunkt weiß sie noch nicht, dass ihr Treffen mit dem Sänger Morris ihr Leben und ihre Zukunft bedeutend prägend wird.
Sie verbringt den Sommer mit der Band und kehrt im Folgejahr zurück. Ihr Plan: Nach der Schule ins Musikgeschäfft einsteigen. Ganz klar. Nur hat ihre strenge Mutter da auch noch mitzureden. Immer wieder weren ihr Steine in den Weg gelegt und von Schicksalsschlägen bleibt sie ebenso wenig verschont. Ob sie letztendlich den richtigen Weg für sich findet und ihr Happy End bekommt, das erfahrt ihr in dem Buch.

Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn das Buch ist wirklich überhaupt nicht so, wie ich es nach dem Klappentext erwartet habe. Es gibt viele Konflikte, Plot Twists und Planänderungen, die Almonds Leben prägen und sie diese Reise begehen lassen. Wie bereits erwähnt, kann es ganz schön melancholisch werden, aber es gibt auch genügend glückliche Momente auf Almonds Weg und die Fragen,  die sich von Anfang an stellt, kann auch der Leser erst ganz zum Schluss beantworten: Werden Almond und Morris zueinanderfinden und wo wird diese Reise enden?

Protagonisten:
Almond ist zu Beginn des Buches siebzehn und pendelt als Scheidungskind zwischen ihren Elternteilen. In der Schulzeit ist sie im Internat, in den Ferien ein paar Wochen bei ihrem Vater, sonst bei ihrer Mutter. Schnell habe ich gemerkt, dass es zwei ‚Almonds‘ gibt: Die brave, verhaltene Britin, die allen alles Recht machen möchte und die Almond, die Rockmusik über alles liebt und am Liebsten wild und ungestüm ist. Durch das ganze Buch hinweg hat sie ungeheure Zweifel an der Zukunft, die immer im Dunkeln zu sein scheint. Mal hat sie einen Plan, den sie schnell wieder verwirft, weil sie feststellt, dass es nicht ihrer ist, sondern der von Familie und Freundeskreis, mal befindet sie sich völlig in der Schwebe, doch letztendlich führt alles zu einem Ergebnis: Sie gehört zu Burnside Close.

Morris ist zwar der männliche Protagonist, doch allzu groß ist seine physische Präsenz im Buch nicht, da Almond doch viel Zeit ohne in verbringt. Er lebt für die Musik und hat, wie oft erwähnt wird, ein unglaubliches Talent. Oftmals ist er distanziert, lässt sich auf niemanden ein und ist ruhig.

Den Rest der Band stelle ich mir wie richtige Kumpeltypen vor. Immer für einen Spaß zu haben und immer da, wenn man sie braucht. Vor allem Matt, aber auch Brad und Sean haben es mir angetan. Sehr sympathische Charaktere. Und damit meine ich die komplette Charakter-Palette des Buches.

Fazit

Ein Buch über das Erwachsenwerden, die Unklarheit, die viele von uns in dieser Zeit begleitet und eine Liebe, die einen über Jahre nicht loslässt.


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freu mich über jeden Kommi :)