[Rezension] Spiegelsplitter (Spiegel-Saga #1) von Ava Reed



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Titel: Spiegelsplitter
OT: /
Autor: Ava Reed
Ausstattung: Paperback
Seiten: 358
Preis: 12,99 € (D)
ISBN: 978-3-551-30044-7
Erscheinungstag: 22. Oktober 2015


Reihe: Die Spiegel-Saga – Band 1

Kurzbeschreibung

**Geheimnisvoll, romantisch und außergewöhnlich**
Caitlin weiß nicht, was es bedeutet, sich in einem Spiegel zu sehen, denn sie erblickt nichts darin. Doch er zieht sie an, ruft sie zu sich, wo auch immer sie ist. Eines Tages steht sie dem geheimnisvollen Finn gegenüber, der eine Sehnsucht in ihr weckt, der sie nicht entkommen kann. Immer wieder begegnen sich die beiden, ohne zu wissen, was sie in Wirklichkeit verbindet. Bis Caitlins Erbe zu erwachen beginnt und sie erkennt, dass es mehr auf dieser Welt gibt, als sie ahnt ...
(Quelle und Bild-Copyright beim Verlag)

Äußere Erscheinung

Das Cover wirkt ein wenig düster und geheimnisvoll mit dem grün, schwarz und dem weißen Muster im Unteren Teil. Der Kreis, in dem sich der Titel in dem gleichen gemusterten Weiß wiederfindet, ist ein schönes Eyecatcher, so wie Caitlin, die quasi von der Decke hängt. Was das für ein Must in der oberen Hälfte sein soll, erschließt sich mir leider nicht und überhaupt muss man das Cover, wenn man es das erste Mal sieht, wohl ein paar Mal drehen, bis man es versteht, aber gerade das hat mich von Anfang an neugierig gemacht.

Meine Meinung

Schreibstil:
Avas Schreibstil mag vielleicht ab und an ein wenig kompliziert sein, aber das liegt vielleicht an meinem Schlafmangel, weil ich nicht mehr aufhören konnte, zu lesen, dass ich das so empfunden habe. Denn es ist trotzdem so geschrieben, dass man immer weiterlesen muss.
Sehr interessant ist es, dass es jedes Kapitel doppelt gibt, einmal aus Caitlins und einmal aus Finns Sicht. Das passt unglaublich gut zur Spiegel-Thematik des Buches, hat mich aber zum Teil verwirrt, da Caitlins Handlung schon viel weiter war und auf einmal ist man wieder am Beginn des Kapitels und liest das ganze noch mal aus Finns Sicht. Da ist es schon schwierig so aus dem FF in der Handlung zurückzuspringen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und dann kommt man gut klar. Außerdem ist es schön, wenn man erfährt, was in beiden Protagonisten vor sich geht.

Handlung:
Die Handlung folgt der zunächst siebzehnjährigen Caitlin, die nach dem Tod ihres Vaters mit ihrem Kindermädchen nach Irland zieht. Sie jobbt nebenbei in dem Buchladen eines Freundes ihres Kindermädchens und eigentlich könnte alles normal sein. Bis zu dem Tag als Finn überraschend in der Buchhandlung auftaucht. Dieser spürt sofort seine Verbindung zu Cat und dann werden wir Leser schön direkt in die Geschichte hineingeworfen.
Cat, die sich nie selbst in einem Spiegel sehen konnte, wird förmlich in ihren hineingezogen und landet in der Welt hinter dem Spiegel.
Was es damit auf sich hat, tja, das werde ich nicht verraten.

Anfänglich war ich von der Fülle an Informationen förmlich erschlagen. Man wird wirklich einfach ins kalte Wasser geschubst und darf sich erstmal versuchen, selbst einen Reim zu machen, was eigentlich los ist mit Finn, den Fantasien, Naturgeistern, usw.
Erst mit dem Voranschreiten der Handlung wird immer mehr aufgedeckt, da auch Caitlin selbst keine Ahnung hat und natürlich selbst gerne wissen will, woran sie jetzt eigentlich ist.
Einerseits hätte ich gerne eher ein paar Antworten bekommen, aber wenn ich ehrlich bin, war ich dann mit er Art und Weise des Herüberbringens sehr zu frieden. Es war stimmig und hat gepasst, wo es war.

Der Handlung mangelt es nicht an Spannung. In der Spiegelwelt geht der Spannungsbogen einmal schön nach oben. Spätestens da ist man so gefesselt, dass Aufhören fürs Erste unmöglich ist. Kampfstellen sind bildhaft beschrieben, so dass man sich genau vorstellen kann, was gerade los ist. Während dem Lesen habe ich tatsächlich mein Buch so fest umklammert, dass ich befürchtet habe, eine Leserille hereinzumachen, aber es ging nicht anders.

Und dann entwickelt sich auch eine schöne Romanze.
Ich mag kitschig sein und viele sehen das vielleicht nicht so, aber Romanzen getreu dem Motto »Schicksalhafte Liebe« oder »Bestimmung« mag ich richtig gerne. Das lässt die hoffnungslose Romantikerin in mir Luftsprünge vor Freude vollführen.

Womit ich nicht einverstanden bin: Dem Ende.
Achtung, Cliffhanger-Alert!

Charaktere:
Ich mag Caitlin. Obwohl sie die meiste Zeit ein wenig planlos ist, weil sie einfach selbst nichts weiß, stellt sie sich als Protagonistin nicht schlecht an. Sie hinterfragt so gut wie alles, was, wie ich finde, eine natürlich Reaktion ist und ich nicht anders machen würde. Ich konnte mich also gut mit ihr identifizieren und ich schätze, dann macht das Lesen doch gleich noch mehr Spaß. Jetzt in diesem Band hat sie trotzdem in der zweiten Hälfte vor allem eine gewaltige Entwicklung hingelegt und ich sehe da noch Großes auf sie zukommen.

Finn ist … einfach Finn *Fangirling bitte hier einfügen* Ich bin ihm gleich verfallen. So wie er Caitlin. Wie gesagt, ich bin eine Romantikerin und ich glaube, er hat auch so eine kleine romantische Ader, die das Herz eines jeden Romantasy-Fans höher schlagen lässt.
Trotzdem beweist Fin auch, dass er noch viel mehr drauf hat. Dadurch, dass er kein Mensch ist, sondern eine Fantasie, ein Gesaltwandler, um genau zu sein, und auch um einiges älter ist, ist er schon kampferprobt. Das kommt natürlich auch daher, dass er ein Jäger ist. Seine Aufgabe ist es, entflohene Fantasien wieder einzufangen und zurückzuschicken.

Der Großteil der handelnden Charaktere hat viele Sympathiepunkte von mir bekommen, einfach weil die alle ihre Vorzüge hatten. Erin hat mich z. B. mit ihrer liebevollen, mütterlichen Art überzeugt und Myra mit ihrer Schlagfertigkeit (Von den Nebencharakteren mochte ich sie am meisten, obwohl sie wirklich keine allzu große Rolle hatte). Und natürlich jedermanns Liebling und auch meiner: Kohana, der Fuchs. Leider hatte er keine große Rolle, aber das soll sich in Band 2 ja ändern.

Fazit

Tolles, fantasievolles Debüt. Ich erwarte die Fortsetzung und kann nur als Kritik anbringen, dass das Kapitelspringen mich ein wenig aus dem Lesefluss gebracht hatte.

,5


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