[Rezension] 1001 Kuss - Djinnfeuer von Rebecca Wild


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Titel: 1001 Kuss - Djinnkuss
OT: /
Autor: Rebecca Wild
Ausstattung: E-Book
Seiten: 300
Preis: 3,99 € (D)
ISBN: 978-3-646-60190-9
Erscheinungstag: 7. Januar 2016

Reihe: /

Kurzbeschreibung

**Ein orientalisches Märchen der ganz anderen Art**
Rani wurden schon früh Geschichten über die Djinn, deren Grausamkeit und List ins Ohr geflüstert. Kein Wunder also, dass ihr Herz zu rasen beginnt, sobald sie irgendwo ein goldfarbenes Glühen wahrnimmt. Für eine Piratentochter ist sie extrem abergläubisch. Doch dann fällt ihr bei einem Beutezug ein verwunschenes Fläschchen in die Hände. Rani kann ihr Glück kaum fassen, schließlich muss der Djinn, der darin gefangen ist, ihr nun drei Wünsche erfüllen. Das klingt zu gut, um wahr zu sein – und das ist es auch. Denn der Geist ist nur an einem interessiert: seine Freiheit wiederzuerlangen. Und als Anführer der Djinn ist er es gewohnt, seinen Willen durchzusetzen...
(Quelle und Bild-Copyright beim Verlag)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist vom Stil her orientalisch angehaucht und in Rot gehalten. Man sieht das Gesicht eines Mädchens (Rani) im Hintergrund, während der obere Teil des Covers mit einem orientalischen Muster versehen ist. Der Titel ist in einer verschnörkelten Schrift, die tatsächlich an 1001 Nacht erinnert, geschrieben.

Meine Meinung

Schreibstil:
Rebeccas Schreibstil ist ganz angenehm zu lesen, da sie die Stimmung aus dem Orient sehr schön herüberbringt. Die Wüste und die ganzen arabischen Städte sind sehr bildhaft beschrieben, so dass man sich dort schnell zurecht findet.
Ein wenig verwirrend ist am Anfang allerdings, dass die Sicht immer wieder zwischen Rani, Amare, Daryan und Anadil hin und her schwenkt. Man hat kaum Zeit, sich an einen Charakter zu gewöhnen, da geht es schon wieder zum nächsten. Das pendelt sich mit der Zeit aber ein.

Handlung:
Als die Piraten während eines Sturms ein Schiff karpern, gelangt Piratentochter Rani in den Besitz einer Flasche. Aufgrund des Sturms wird sie allerdings von den anderen Piraten getrennt und findet sich schnell in Ahmar, einem arabischen Königreich, wieder. Dort wird ihr erst klar, dass in der Flasche tatsächlich ein Djinn steckt. Djinn gelten nämlich als gefährlich und nicht zu trauen.
Jaal, der Djinn, benötigt ihre Hilfe, denn eigentlich leben Djinn nicht in Flaschen. Er ist von einer Magierin eingesperrt worden und jetzt soll Rani ihm helfen, diese zu töten, damit er freikommt.
Doch Rani hat zunächst nur ihre eigenen (ziemlich oberflächlichen) Wünsche vor Augen …

Piraten meets 1001 Nacht. Ich war neugierig auf die Umsetzung von diesem etwas anderen orientalischen Märchen und bin wirklich überrascht, denn Piratengeschichten sind eigentlich nicht meins. Aber verknüpft mit dem außergewöhlichen Flair des Orients ist daraus eine sehr mystische Geschichte um Familie, Freundschaft, Loyalität und Liebe geworden.

Es werden viele Themen behandelt, über dir wir uns mehr Gedanken machen sollten. Zum einen die Standard-Lektion bei Büchern, die Djinn thematisieren: »Sei vorsichtig mit deinen Wünschen«, die sehr gut umgesetzt wurde. Einen Lacher ist das schon wert (werdet ihr dann sehen).

Außerdem geht es um Toleranz in Sachen Liebe. Es wird darüber gesprochen, dass Körper nur bedeutungslose Hüllen sind und allgemein wird sehr offen mit dem Thema Sexualität umgegangen. Scheint ein Trend zu sein, Gay Romance einzubringen, aber Rebecca hat es bisher am besten geschafft, es rüberzubringen.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, also ist davon auszugehen, dass es als Einzelband stehen gelassen wird.

Charaktere:
Rani ist eine störische Piratentochter und die Protagonistin des Buches. Zu Beginn ist sie, wie viele Piraten, nur auf Gold und Reichtum versessen und lässt sich von einem hübschen Gesicht gerne den Kopf verdrehen. Diese Oberflächlichkeit überdenkt sie aber mit der Zeit und erkennt, dass man manchmal das richtige tut, in dem man jemand anderem hilft. Als Piratin hat sie natürlich Mut und legt eine wahnsinnige Risikobereitschaft an den Tag, trotzdem agiert sie auch überlegt und strategisch. Eine gute Mischung.

Jaal ist ein Djinn und ein ziemlich mächtiger noch zugleich. Er ist nicht gut auf die Menschen zu sprechen, aber seitdem er in eine Flasche gesperrt wurde, ist es schlimmer. Wie alle Djinn ist er hinterlistig und wendet die Wünsche der Menschen gerne gegen sie.
Trotzdem kann ich nicht von mir behaupten, dass ich ihn nicht mochte, denn mit der Zeit hat man gespürt, dass er sich ändert, auch wenn das weder er noch Rani erst gemerkt haben. Tja, er ist halt ein Djinn…

Amare ist einer der Prinzen von Ahmar und hegt eine innige Beziehung zu seinem Leibwächter Nidal, der man ein Auftragsmörder gewesen war, der geschickt wurde, um Amare zu töten. Amare ist seit jeher unglücklich in Nidal verliebt. Er ist sozusagen der dritte Protagonist und ich wurde erst nicht richtig schlau aus ihm. Er ist definitiv ein sehr tiefgründiger Charakter, den man wohl selbst kennenlernen muss, um ihn zu verstehen.

Fazit

Die Kombination aus Piraten und 1001 Nacht ergeben ein orientalisches Märchen der Extraklasse. Durch die Verwirrung beim Sichtwechsel muss ich aber einen Punkt abziehen.



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