[Rezension] Sveta und der Junge aus dem Wald von Ramona Mädel und Axel Saalbach



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Titel: Sveta und der Junge aus dem Wald
OT: /
Autor: Ramona Mädel und Alex Saalbach
Verlag: Amazon CreateSpace
Ausstattung: Taschenbuch
Seiten: 288
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-1517040598
Erscheinungstag:31. August 2015


Reihe: /

Kurzbeschreibung

Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird ...
(Quelle und Bild-Copyright beim Autor)

Äußere Erscheinung

Das Cover ist in grau und braun gehalten und zeigt ein brünettes Mädchen (Sveta), dass uns mit neutraler Miene entgegenblickt. Im Hintergrund sieht man den Wald, der im Buch eine große Rolle spielt. Da das Cover gezeichnet ist, ist klar ersichtlich, dass es sich um ein Buch für eine jüngere Zielgruppe handelt, obwohl das Cover im Gesamtbild eher trist wirkt.

Meine Meinung

Schreibstil:
Der Autor schreibt mit einem sehr bildhaften Schreibstil die Welt, in einer Zukunft, in der Europa von Russland erobert wurde. Die Gesichte ist aus dem personellen Erzähler geschrieben, folgt aber meistens der Protagonistin Sveta.
Ich empfand den Stil beim Lesen als sehr angenehm und auf das jüngere Publikum zugeschnitten. (Der Roman, der die Basis zu diesem bildet, habe ich nicht gelesen und kann die Schreibstile daher nicht vergleichen, aber vom Klappentext her, ist dieser sicherlich nicht für Jugendliche geeignet.)


Handlung:

Als ihr Vater erst degradiert wird und es dann zu einem Streit kommt, verlässt die sechzehnjährige Sveta mit ihrem Vater und Bruder Berlin und zieht nach Dunkeltann. Dort wird sie wie die persönliche Haussklavin behandelt. Und dann begegnet sie sie eines Tages einem Jungen …
Mehr will ich aufgrund der Spoilergefahr auch gar nicht verraten.

Obwohl ich, wie schon erwähnt, das Haus Komarow, zu dem dieses Buch die Vorgeschichte darstellt, nicht gelesen habe und vieles nicht wiederholt wurde, war ich schnell in der Gesichte drin und konnte mich auf Sveta und ihre Geschichte konzentrieren.

Es ist verschreckend, aber doch irgendwie interessant, sich die Welt unter Herrschaft der Zaren vorzustellen und die Geschichte, die hier erzählt wird, ist definitiv eine, die seines gleichen sucht.
Trotz der Gewalt und der Trostlosigkeit, die deutlich herüberkommt, ist das Buch für nicht nur für die ältere Zielgruppe geeignet, sondern auch für junge Leser.

Charaktere:
Svetlana – kurz Sveta – ist die Protagonistin. Sie ist sechzehn und ziemlich intelligent. So erledigt sie die Buchhaltung von ihrem Vater und alles andere, auf dass dieser keine Lust hat. Weil sie ein Mädchen ist, wird sie von ihrem Vater nicht wertgeschätzt, obwohl sie wirklich was drauf hat.
Mal ganz von ihrer Cleverness abgesehen, ist sie mutig und von ihrem Sinn für Gerechtigkeit sollte ihr Vater sich mal eine Scheibe abschneiden. Als Protagonistin mochte ich sie richtig gerne.

Sima hätte ich anfänglich gerne als Protagonsten eingestuft und er hatte auch eine wichtige Rolle inne, aber als Hauptcharakter neben Sveta habe ich ihn jetzt nicht gesehen. Zumindest nicht bis zum Ende.
Sima ist der Anführer der Kinderbande, die illegal im Wald leben und sein Führungsgeschick ist genial. Er ist ein tiefgründiger Charakter und ich wüsste gerne mehr über sein Leben mit den Kindern im Wald und wie sie ihn beeinflusst hat.


Fazit

Das Thema mag nicht jedermanns Sache sein, aber ich kann es nur empfehlen. Ein toller Roman für (fast) alle Altersgruppen.

Ein Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Autor!



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