[Rezension] Tameha - Gene tanzen nicht von Marie Menke



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Titel: Tameha – Gene tanzen nicht
OT: /
Autor: Marie Menke
Ausstattung: Taschenbuch
Seiten: 344
Preis: 13,95
ISBN: 978-3-940877-24-6
Erscheinungstag: 15. Dezember 2015


Reihe: /

Kurzbeschreibung

Die angehende Tänzerin Tameha steht vor einer glorreichen Zukunft auf den Bühnen der Stadt.

Das Silvarmädchen Bo hingegen ist gezwungen, ihre Begabung vor ihrer Familie zu verstecken.

Auf den ersten Blick verbinden sie nur ein Amulett und eine Leidenschaft, doch ihre gemeinsame verborgene Vergangenheit reicht weit zurück.
(Quelle und Bild-Copyright beim Verlag)

Äußere Erscheinung

Das Cover hat einen schwarzen Hintergrund, auf dem man eine Tänzerin sieht, die irgendwie vom einem komischen blauen Schimmer umgeben ist. (Auf der Rückseite ist ein Läufer mit rotem Schimmer.)
Ich weiß ganz ehrlich nicht, was ich von dem Cover halten soll.
Naja, doch. Ich mag es nicht, aber man soll ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen.

Meine Meinung

Schreibstil:
Was bei Tameha am größten auffällt, ist die Länge der Kapitel. Das ganze Buch ist nämlich nur in fünf Kapitel eingeteilt, was diese entsprechend lang macht. Allein das erste Kapitel ist 88 Seiten lang und die nächsten nicht gerade viel kürzer.
Das Buch ist aus der dritten Person erzählt und wir verfolgen abwechselnd die verschiedenen handelnden Personen. Die Sprünge zwischen diesen teilen das Buch in Abschnitte ein.
Marie Menke hat einen Schreibstil, bei dem man einfach immer weiterlesen möchte. Die Welt, in der das Buch spielt, beschreibt sie so, dass man sich schnell alles gut vorstellen kann und man sich schon ein wenig dort hineinversetzt fühlt.

Handlung:
Die sechzehnjährige Tameha träumt von einer Karriere als Tänzerin, denn das Tanzen ist ihre große Leidenschaft. So wie ihre Eltern das wollten, denn Tameha ist eine der ersten genveränderten Menschen. Ihre Eltern wollten, dass sie Tänzerin wird, also bekam sie Tänzergene. Nichts Besonderes mehr in der Zukunft.
Doch dann begegnet sie im Wald Bo. Bo ist ein Silvarmädchen. Die Silvar ziehen wie Nomaden von Ort zu Ort und lehnen Gentechnik ab. Aber Bo kann tanzen und das ist in der Zukunft nicht mehr so möglich, wenn man nicht genverändert ist.
Dazu kommt noch, dass Tameha und Bo das gleiche Amulett tragen, ein Amulett, das eigentlich ein Unikat sein sollte.

Wenn ich ehrlich bin, mir war schon recht schnell klar war, was die Mädchen verbindet, aber es ist trotzdem immens spannend, ihnen und auch den Nebencharakteren Bea und Jess, zu folgen.

Der Fokus liegt nämlich nicht wirklich nur auf den Mädchen, sondern auch auf der Genmanipulation an sich und den Medikamenten, die alle genveränderten Menschen nehmen müssen.

Das gehört jetzt vielleicht nicht ganz in die Sektion »Handlung«, aber sonst passt es auch nirgends: Mir sind beim Lesen einige Dinge aufgefallen, die nichts mit dem Buch an sich zu tun haben und ich gerne den Setzern in die Schuhe schiebe.
Einige wörter mitten in der Zeile haben ein bis zwei Bindestriche, die dort nichts verloren haben und irgendwann habe ich aufgehört, die Schusterjungen und Hurenkinder zu zählen. (Nicht lachen, das heißt wirklich so!)

Daran will ich mich jedoch nicht weiterstören, denn bis zum Ende blieb es spannend und am Ende stellt sich die mehr als fieße Frage: Kommt eine Fortsetzung?
Cliffhanger-Alert, Leute!

Charaktere:
Tameha ist die Protagonistin und lebt wohlbehütet in der Stadt bei ihren Eltern. Ihre Gene wurden verändert und man gab ihr die Leidenschaft zu tanzen. Tameha macht während des Buches eine schöne Entwicklung durch. Wo sie am Anfang noch introvertiert war und niemanden wirklich zu ihren Freunden zählte, so ist sie am Ende offener, mutiger und hinterfragt die Gesellschaft in der sie lebt.

Bo ist wie Tameha sechzehn Jahre alt und lebt bei den Silvar. Sie zieht mit ihrer Familie durch die Gegend, lebt in einem Wohnwagen und verbringt die meiste Zeit im Wald. Auch sie tanzt, doch sie hält es geheim. Ohne veränderte Gene, sollte ihr das Tanzen nicht möglich sein und sie hat Angst, diese Leidenschaft mit ihrer Familie zu teilen. Sie ist ein wenig mutiger als Tameha, wie ich finde, und abgehärteter, doch ich mochte die beiden gleich gern. Sie geben ein tolles Team hab.

Fazit

Die Dystopie ist an manchen Stellen zwar etwas vorhersehbar, aber im Großen und Ganzen ein kurzweiliges Lesevergnügen.

 

Danke an den Casimir-Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar!




1 Kommentar:

  1. Huhu Anni,

    Das Buch klingt wirklich interessant, mir ist der Einband gerade ins Auge gesprungen. Eine Schönheit ist er nicht, da hast du recht, aber er macht trotzdem neugierig :)
    Vielleicht landet es im Laufe der Zeit noch auf meiner WuLi, im Moment bin ich noch etwas hin- und hergerissen zwischen Interesse und Vorsicht, ob es wirklich etwas für mich ist :)

    Ich finde deine Rezension wirklich gelungen! Ohne zu viel zu verraten, hast du das Buch trotzdem gut umschrieben :)

    Alles Liebe
    Minnie

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