[Rezension] Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag



 

Kurzbeschreibung

Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen
Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …
(Quelle und Bild-Copyright liegen bei Heyne Fliegt)

Äußere Erscheinung

Das Cover zu dem Buch ist sehr schlicht gestaltet. Auf einer blauen Kugel, in der in Handschrift der Titel geschrieben steht, steht ein Auto – ein gelber Volvo und auf dem sitzen Tessa und Oskar, unsere beiden Protagonisten. In der rechten unteren Ecke befindet sich noch ein Kopfhörer. Obwohl das Cover nicht viel mehr aussagt, als dass es sich um ein Sommer-Road-Trip-Buch handelt, finde ich es doch echt gelungen.

Meine Meinung

Ich habe geheult. Schon von Anfang an habe ich gewusst, dass dieses Buch ein absolutes Heulbuch ist und ich hatte natürlich absolut recht. Wer mich kennt, der weiß, ich liebe emotionale Bücher und obwohl es anscheinend ein Trend ist, Bücher mit schwerkranken Jugendlichen zu schreiben, hat dieses hier mich zutiefst berührt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und es lässt sich angenehm lesen. Dadurch, dass das Buch in der Gegenwart geschrieben ist, lässt es die Handlung realer und näher wirken und für mich hatte es auch eine gewisse symbolische Wirkung. Das Buch spielt quasi im Hier und Jetzt, weil keine Zeit mehr ist für die Zukunft. Zu Beginn ist Tessa, die Protagonistin die alleinige Ich-Erzählerin, erst auf den letzten hundert Seiten tauchen einige Kapitel aus Oskars Sicht auf, wobei die Kapitel durch eine Krabbe (für Tessa) und einen Stoffhasen (für Oskar) gekennzeichnet sind.

Wie schon gesagt, handelt es sich um ein Road-Trip-Buch. Es geht nach Italien und wir Leser dürfen Tessa und Oskar begleiten. Beim Lesen hatte ich oftmals das Gefühl, ich müsste einfach nur die Augen schließen und würde mich in Rom, Florenz oder am Gardasee befinden. Die Autorin hat es geschafft, die Orte der Reise so schön zu beschreiben, so dass ich am liebsten meine Sachen gepackt und ebenfalls einen Ausflug dorthin unternommen hätte. Aber das ging nicht, ich musste schließlich weiterlesen.

Am Anfang hatte ich ein kleines Problem mit der Romanze, die sich in rasantem Tempo entwickelt und wenn ich das sage, will das was heißen. Tessa und Oskar haben sich echt verdammt schnell ineinander verliebt, was ich bei Tessa nachvollziehen kann, weil sie keine Zeit mehr hat, aber bei Oskar ... ging mir halt zu schnell. Aber auch nur am Anfang, später war die Geschichte einfach nur noch niedlich. Und tragisch. Denn natürlich ist das Thema des baldigen Todes kein schönes und doch ist es ein zentraler Punkt in dem Buch. Vor allem Konflikte innerhalb der Familie werden thematisiert und diese sind wirklich erschreckend real dargestellt. (Habe leider Erfahrungen in dem Thema und in meiner Familie die Rolle der gesunden großen Schwester einnehmen müssen, deshalb weiß ich, wovon ich rede.)

Nicht nur aus diesem Grund, aber sicherlich auch dewegen hat mich das Ende emotional fertig gemacht, also Taschentücher nicht vergessen. Trotzdem werdet ihr nicht bereuen, dieses Buch zu lesen.

Fazit

Dieses Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die berührt und bewegt und einen nicht mehr loslässt.


Ich danke Random House für das Rezensionsexemplar!




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