[Rezension] Traumschrott von Christian Krumm





Kurzbeschreibung

„Träume, mein Lieber, sind niemals Schrott“.
Begleiten Sie Christian Krumm auf einer phantastischen Reise in das Reich der unerfüllten Träume, die irgendwo jenseits von Raum und Zeit in irgendeiner Welt (vielleicht im Seltenreich*?) als Traumschrott enden.
Viele von diesen Träumen sind es wert, sie sich noch einmal ins Bewusstsein zu holen, sie zu prüfen um sie letztendlich als das anzusehen, was sie sind: Traumschrott.
In zwölf Kurzgeschichten begleiten wir verschiedene Protagonisten, die einen verborgenen Teil in uns widerspiegeln, uns in andere Welten führen oder uns einfach dazu animieren, Inne zu halten und nachzudenken.
*„Das Seltenreich ist das Gegenstück zu Deiner Welt. Alles, was bei Euch selten ist, gibt es bei uns zu Hauf. Umgekehrt ist äußerst wertvoll bei uns, was ihr als wertlos empfindet.“
(Quelle sowie Bild-Copyright liegen bei der Edition Roter Drache)

Äußere Erscheinung

Wie in der allerersten Geschichte des Buches beschrieben, befindet sich eine kaputte Bierflasche auf dem Cover. Sie steht auf dem Flaschenhalt und der Flaschenkörper ist mit allerlei Schrott gefüllt. Im Hintergrund sieht man einen dunklen Himmel mit Sternen. Das Cover mag auf den ersten Blick sehr … bizarr aussehen und genau das ist auch der Inhalt, weshalb ich das Cover als sehr passend empfinde.

Meine Meinung

Wie gerade erwähnt, handelt es sich um ein sehr bizarres und skuriles Buch und das beginnt bereits beim Schreibstil. Als Leser wird man direkt in die Geschichte(n) integriert und sogar selbst angesprochen. Beim Lesen ist höchste Konzentration gefragt, man muss sich wirklich voll und ganz auf dieses Büchlein einlassen, um sich in die Geschichten hineinführen zu lassen.

Da sich in dem Büchlein, was wirklich nur 180 Seiten hat, ganze 12 Geschichten befinden, heißt das, dass es pro Geschichte durchschnittlich 15 Seiten zur Verfügung stehen. Das ist ziemlich wenig, reicht für die Traumbruchstücke aber völlig. Jede Geschichte ist so völlig anders, zum Teil verwirrend und meistens gibt es eine tiefere Bedeutung. Nur bei einer Geschichte bin ich am Ende ziemlich ratlos gewesen. Die Pointen sind unvorhersehbar, unerwartet und das ein oder andere Mal ist mir wirklich kurz die Kinnlade heruntergeklappt.

Was ich auch sehr interessant war, war das Konzept der Geschichten innerhalb der Geschichte, was mir von Anfang an klar war und dennoch war das Ende mehr als überraschend, wie ich fand.

Traumschrott ist übrigens keine Lektüre für zwischendurch. Trotz der 180 Seiten, habe ich doch einige Stunden gebraucht, um das Buch gewissenhaft durchzulesen und zu verstehen. Hierbei war ich für die Aufschlüsselung der Geschichten doch sehr dankbar.

Fazit

Traumschrott ist ein anspruchsvolles Buch, auf das man sich wirklich zu 100% einlassen muss. Es ist ziemlich kurios und skuril geschrieben und stellenweise tritt Verwirrung auf, aber im Großen und Ganzen ist es ein gutes Buch.

Ich danke der Edition Roter Drache für das Rezensionsexemplar!





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