[Release-Party Sylnen - Der gefallene Krieger] Tag 5 - Interview mit Lina und Enerem

Herzlich willkommen zum fünften Tag der Release-Party zu "Sylnen - Der gefallene Krieger" von Ela Fey. Vielleicht erinnert ihr euch an letzten November, denn da gab es schon mal eine Blogtour zu diesem Buch auf meinem Blog. Wieso jetzt nochmal, wollt ihr wissen? Ganz einfach! Weil Sylnen - total verdient - einen Verlag gefunden hat und am 25. September neu erscheint!!! Und zwar im wundervollen Eisermann Verlag. Ich habe das Buch bei der Erstveröffentlichung schon geliebt und daran hat sich nichts geändert. Natürlich musste ich mich auch deshalb wieder in der Release-Party einbringen. :-)

Wie der Titel des Beitrags schon sagt, geht es heute um ein Interview! Aber keines mit der Autorin - das habt ihr ja schon im Rahmen der Release-Party lesen dürfen - sondern mit unserer lieben Protagonistin: Lina! Und Enerem ist natürlich auch dabei. :-)



Hallo Lina, es ist schön, dass du da bist. Ich nehme an, deine Reise durch Crailsmur bringt dich an deine Grenzen. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass du mir heute ein paar Fragen beantwortest.

Lina: Sehr gerne.

Und wer ist die süße, zweischwänzige Katze, die du da dabeihast?

Enerem: Katze?! Bezeichnet mich niemals als Katze! Ich bin ein Divinkater!

Lina: Er ist ein wenig aufbrausend und fällt auch gerne jemanden ins Wort ... *lächelt entschuldigend*

Okay, dann beginnen wir doch mal ganz leicht: Wenn du nicht gerade versuchst, fremde Welten zu retten, bist du ja ein Mensch wie jeder andere auch. Erzähl uns doch etwas von deinem Alltag, bevor das Abenteuer für dich begonnen hat, damit meine Leser dich etwas besser kennenlernen können.

Lina: Zum Glück ist es nur eine fremde Welt! Für weitere hätte ich gar keine Zeit. Aber bevor diese endlos erscheinende Reise begann, hatte ich einen genauso langweiligen Alltag wie du. Studium – Familie – Freunde. Eine, verglichen mit Crailsmur, herrlich unkomplizierte Zeit, in der es wenigstens Pausen gab! Es ist doch wirklich schlimm, dass man sich nicht einmal für einen halben Tag hinsetzen und lesen darf!

Enerem: Dieser Art der Freizeitbeschäftigung kannst du ausgiebig nachgehen, wenn wir unser Ziel erreicht haben.

Lina: Siehst du?! Immer nur arbeiten – in dem Fall laufen, laufen, laufen. Viel lieber würde ich mal wieder ins Kino gehen oder einen Mädelsabend machen. Aber das gibt es in dem Land auch nicht. Zumindest das Kino. Da ich hier bisher kaum jemanden kennen gelernt habe und wir auch nie lang an einem Ort geblieben sind, bot sich mir nie die Möglichkeit mit den Einheimischen, die sich Dendalors nennen, etwas zu unternehmen.

Lina, dein Leben war ja schon immer ein wenig verrückt, aber im Gegensatz zu jetzt scheint es ja schon fast normal. Seit deinem Aufbruch nach Crailsmur, was war da das Verrückteste, was dir widerfahren ist?

Lina: Eine schwere Frage. Ganz Crailsmur erscheint für einen Menschen verrückt. Bist du denn schon einmal in einen Wiesenwirbel geraten? Ein wirkliche seltsame Erfahrung, auf die ich ein weiteres Mal gut und gerne verzichten kann. Ertrinken, ohne im Wasser zu sein, ich kann mir Schöneres vorstellen. Faszinierend, aber auch irgendwie verrückt sind auch die Wassersphären, die mir im Wald En Dolenvad begegnet sind. Einfach zwischen den Ästen waberndes Wasser in Kugelform. Wenn das nicht einmal seltsam ist … Ich könnte noch so viel mehr aufzählen, aber dann säßen wir morgen noch hier.

Enerem: Allerdings! Dein Hang zur ausführlichen Beschreibung ist mitunter mehr als anstrengend. Und bitte, das sind doch keine verrückten Dinge! Fahrende Metallkästen, aus Boxen stammende Musik und bewegte Bilder auf einer flachen Oberfläche – Das ist verrückt.

Lina: für dich vielleicht Katerchen *grinst, worauf Enerem sie böse ansieht und leise knurrt*

Lina: Wir sollten lieber fortfahren …

Gibt es etwas in Crailsmur, was du dir anders vorgestellt hättest? Klar ist es schwierig, wenn man in eine andere Welt geht, schon zu wissen, was einen erwartet, aber mal ehrlich: Man macht sich doch seine Gedanken. Du bestimmt auch, also raus damit!

Lina: Viel Zeit hatte ich nicht, um mir die Welt vorzustellen. Ich dachte aber schon, dass sie ähnlicher zu unserer ist. Ein wenig erscheint sie mir wie das Mittelalter, nur ohne die grausigen Folterinstrumente. Obwohl – Galthran hat da seine Methoden *erschaudert*
Ich habe definitiv nicht mit der völlig fremden Pflanzenwelt gerechnet. Andere Tiere ja, aber die Gewächse … Manche sind schon wirklich gewöhnungsbedürftig.

So, nun bist du ja in Crailsmur und daran gibt es nichts zu rütteln. Da diese Welt nicht einmal ansatzweise der Erde gleicht, würde mich interessieren, wie du es dort persönlich findest. Wie ist das Essen? Kommst du denn mit den anderen Bewohnern klar? Erzähl uns doch bitte etwas von deinen ersten Tagen in dieser Welt!

Lina: Ich war einfach überwältigt. Die Farben, Formen und Gerüche waren intensiver als auf der Erde und die Speisen ¬– die sind ein Fall für sich. Die meisten sind gewöhnungsbedürftig, aber einige Dinge schmecken wirklich fantastisch! Ich muss jedoch gestehen, für eine Tafel Schokolade würde ich dennoch töten!

Enerem: Dies glaube ich dir aufs Wort! Wie du auf der Erde immer nach diesem süßem Zeug geiern musstest. *schüttelt verständnislos den Kopf*

Lina: Und du wärst am liebsten in einen Eimer voll Milch gefallen *lacht laut*

Enerem: Ich würde niemals …

Lina: Jaja, schon gut. Zurück zu deiner Frage. Mit den Bewohnern hatte ich so meine Schwierigkeiten. Nicht nur aufgrund ihres anderen Aussehens, sondern auch wegen ihres Verhaltens. Es gibt einige Gesten, wie zum Beispiel das Berühren des Nackens oder die traditionellen Begrüßungen, bei denen dein Gegenüber erst deine Lippen und dann dein Brustbein berührt, die mich nicht nur einmal aus dem Konzept gebracht haben. Als ich das erste Mal mit diesen Gesten in Berührung kam, wollte ich demjenigen am liebsten eine Scheuern. Mit der Zeit habe ich mich jedoch halbwegs daran gewöhnt.
Zumindest, bis ich Lilien kennenlernte … Ich wusste kaum noch, wer ich war, und all die erlernten Sachen rückten irgendwie in weite Ferne.

Enerem: *murmelt leise* Das trifft es nicht einmal annähernd. Du startest ihn sabbernd an. Trotz seines schlimmen Zustandes …

Lina: Das würde ich niemals tun! Nächste Frage.

Deine Reise ist ja keinesfalls leicht. Nein, vielmehr wimmelt es nur so vor Gefahren. Jedes andere Mädchen hätte diese Verantwortung, wie du sie hast, niemals tragen können, aber du hast dich der Herausforderung gestellt. Kannst du mir vielleicht erzählen, was dich dazu bewegt hat, das zu tun?

Lina: Ich bin mir bis heute nicht wirklich sicher. Es war eigentlich eine Art Gefühl, ein innerer Drang, der mir keine andere Wahl ließ … Ich denke, bereits auf der Erde haben mich die Sylnen, wie die Dendalors es so schön nennen, geleitet. Ich würde es eher nötigen nennen …

Die Bewohner von Crailsmur werden ja bekanntlich Dendalors genannt und unterscheiden sich ein wenig von den Menschen auf der Erde, so dass du, liebe Lina, auf einmal ziemlich außergewöhnlich bist. Unter anderem ja auch wegen deinen rotbraunen Haaren, die dortzulande gar nicht vorkommen. Jetzt kommt also die typische Mädelsfrage: Wenn du deine Haare färben müsstest, um als Dendalor durchzugehen, welche Farbe würdest du wählen und wieso?

Lina: Eindeutig in ein dunkles Violett! Meiner Lieblingsfarbe. =)

Wo wir gerade beim Thema sind: Wärst du denn gerne eine Dendalor, vielleicht sogar eine Aytik, eine Energielenkerin?

Lina: Bin ich das nicht in gewisser Weise durch die Reise geworden – eine Dendalor? Enerem meinte zumindest, dass ich mich zu verändern beginne. Und solange meine Aufgabe nicht erledigt ist, werde ich wohl noch eine Zeitlang in diesem Land verweilen. Ich sollte mir wohl definitiv einmal die Haare färben ...

Und zu guter Letzt gibt es noch etwas, was du loswerden willst, weil es bisher nicht zur Sprache gekommen ist?

Lina: Ich habe eigentlich gedacht, dass du mich sofort zu Lilien befragen würdest. *zwinkert keck*

Ich wollte dir eiiiiiigentlich deine Privatsphäre lassen, aber wenn du schon so fragst: Was läuft da zwischen euch beiden?

Lina: Ich hätte den Mund halten sollen.

Enerem: Eine Eigenschaft, die du dir allgemein zu Eigen machen solltest …

Lina: *wirft mit einer Nuss nach ihm, die sie aus dem Studentenfutter vor sich genommen hat, und sieht dann wieder zu mir*
Wir verstehen uns gut. Mehr ist da nicht. Zumindest von ihm aus. Ich kann den Mann leider überhaupt nicht einschätzen …

Enerem: Was dir äußerst du schaffen macht.

Lina: Du solltest endlich mal deine Klappe halten, Kater! Meintest du nicht einmal, dass Divinkatzen nicht viel reden, und wenn, dann nur über politische Dinge?

Enerem: *brummt leise, enthält sich aber einer Antwort*

Lina: Entschuldige noch einmal. Ich muss gestehen, dass ich ihn sehr sympathisch finde. *beginnt verlegen, den Rand ihres Glases nachzufahren* Ich warte einfach ab, was die Zeit bringt.

Dann bedanke ich mich jetzt ganz herzlich für eure Zeit und die interessanten Antworten, die du … äh, ihr mir geliefert habt. In diesem Sinne Keyìn Neol Sylneìn. :-)

Lina: Sehr gern geschehen. Keyìn Neol Sylneìn.



Ich hoffe, ihr konntet durch dieses Interview einen kleinen Einblick in die Welt Crailsmur bekommen, unsere Protagonisten besser kennenlernen und habt jetzt wahnsinnige Lust, euch mit "Sylnen - Der gefallene Krieger" zurückzulehnen. :-) In 5 Tagen ist es ja bereits soweit und ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen.




Preis: 12,90 € / 4,99 €

Einband: Taschenbuch / E-Book

Seitenanzahl: 420

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 5 Schmetterlinge

Reihe: Sylnen #1

Verlag: Eisermann Verlag

Will ich kaufen!








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freu mich über jeden Kommi :)