[Blogtour Phoenix - Tochter der Asche] Tag 9 - Autoreninterview

Herzlich willkommen zum letzten Tag unserer Blogtour zu "Phoenix - Tochter der Asche" von Ann-Kathrin Karschnick. Gestern durftet ihr ja bereits etwas über die Autorin erfahren und heute hab ich mir die Gute mal zum Interview geschnappt, also seit gespannt.

 
Hallo, Ann-Kathrin, schön, dass du dir die Zeit nimmst, um mir und natürlich den Lesern dieses Beitrags einige Fragen zu beantworten. Fangen wir auch gleich an. Erzähl uns doch etwas über dich. Wie würdest du dich selbst in drei Worten beschreiben?

Rampensau – Familienmensch - fantasievoll

Vor 10 Jahren, also in 2006, erschien dein erster Roman, das ist ja jetzt schon eine ganze Weile her. Mich interessiert in diesem Zusammenhang, wie lang du schon schreibst. Was waren deine Anfänge als Schriftstellerin?

Ich schreibe, seitdem ich 13 Jahre alt war, wobei ich für meine Ausbildung die Schreibfeder beiseitegelegt habe. Meine Anfänge waren eine Art Tagebuchroman mit der Hauptdarstellerin „Kathrin“, die mit ihrer besten Freundin in Schwarzenbek zur Realschule ging und ehrenamtlich im Jugendrotkreuz tätig war. Ähnlichkeiten zu gewissen Autorinnen? Niiiiemals. Es war einfach nur schlecht geschrieben und sollte ich die Zettel jemals wiederfinden, werden sie verbrannt. ;)

Man kennt dich prinzipiell als die Autorin mit dem grünen Kleid, denn auf jeder Lesung, Messe oder sonstiger Veranstaltung trägst du das gleiche grüne Kleid, wobei du ja mittlerweile mehr als eins davon in deinem Kleiderschrank hängen hast. Das Ganze hat mal ziemlich harmlos begonnen oder jetzt kennt dich jeder so, also musstest du einlenken und diese »Tradition« beibehalten, aber gibt es vielleicht noch weitere Dinge, die dich von anderen Autoren abheben? Irgendwelche Macken oder Ticks, die vielleicht nicht ganz so bekannt sind?

Ja, das Grüne Kleid hat mittlerweile ein Eigenleben entwickelt. *lach* Abgesehen von der Tatsache, dass ich einen eher cineastischen Schreibstil habe, den recht wenige Autoren verwenden? Mhm, ich habe die Angewohnheit ständig „tiefenentspannt“ zu sagen oder mit den Halswirbeln zu knacken. Viele finden das ekelig, aber meine Nackenmuskulatur dankt es mir nach einem langen Tag am Schreibtisch.

Apropos Macken! Jeder Schriftsteller und Autor hat doch sein ganz eigenes Herangehen an seine Geschichten. Entweder man schreibt zunächst die Biografien seiner Charaktere oder kritzelt vollkommen planlos Notizhefte mit Story-Fetzen oder sonst was voll oder macht etwas ganz anderes. Wie ist das bei dir? Wie beginnst du die Arbeit an neuen Projekten?

Ich arbeite mit einem Online-Projektmanagementprogramm namens Trello. Eigentlich nicht dazu gedacht, um Romane zu plotten, aber ich habe es mir so zurechtgebaut, dass es geht. Meistens fange ich mit dem Plot an. Ich habe eine Idee zu einer Handlung und baue die Figuren dann in die Handlung ein. Und zwar so, dass die Figuren die Handlung vorantreiben, wenn auch gesteuert in die Richtung, in die ich gerne möchte. ;)

Okay, aber kommen wir nun zu dem Buch, in dem es in unserer Blogtour geht: »Phoenix – Tochter der Asche«. Auf der Leipziger Buchmesse 2016 hast du das Genre als »Teslapunk« bezeichnet, etwas, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Wie kamst du auf die Idee, eine solche Welt zu erschaffen?

Meine damalige Agentin hat mir gesagt: Schreib mal was anderes. An dem Tag –auf der Leipziger Buchmesse 2011 – setzte ich mich abends in mein Hotelzimmer und begann zu überlegen, was ich machen konnte. Die Handlung hatte ich schnell. Zu der Zeit gab es viele Messerstechereien in Hamburg und das wollte ich einbauen. Allerdings fehlte mir das phantastische. Da Steampunk zu der Zeit in aller Munde war, schaute ich mir an, was es noch als Untergenre dazu gab. Et voila, Teslapunk war gefunden und adaptiert für Phoenix. Inzwischen könnte ich mir die Welt gar nicht mehr anders vorstellen, als mit den Erfindungen von Tesla.

»Phoenix« spielt aber trotz aller technologischen Unterschiede in Deutschland, wie ich weiß. Nämlich in Hamburg. War es für dich wichtig, deinen Roman in einer Gegend spielen zu lassen, die viele deiner Leser kennen oder hätte es Tavi und Co. auch genauso gut in irgendeine amerikanische Kleinstadt verschlagen können?

Der Ort ist für die Handlung tatsächlich nicht relevant. Es hätte auch in Amerika stattfinden können. Aber warum sollte ich? Sämtliche Amerikaner lassen ihre Romane in ihrem Heimatland spielen. Die Engländer genauso. Warum sollten deutsche Autoren das nicht auch dürfen? Ich finde einfach, dass auch Deutschland das Potenzial für jede Menge Phantastik bietet. Deswegen lasse ich meine Urban Fantasy Romane alle in Deutschland spielen.

Wie dem auch sei, »Phoenix – Tochter der Asche« ist schon lange kein Geheimtipp unter deutschen Fantasy-Lesern mehr. In 2014, also vor zwei Jahren, haben Tavi, Leon und natürlich du den Deutschen Phantastik Preis verliehen bekommen und zwar in der absoluten Königsdisziplin: »Bester deutschprachiger Roman«. Was war das für ein Gefühl für dich, als du davon erfahren hast? Kannst du denn noch andere Preise dein Eigen nennen?

Das war unbeschreiblich. Wenn ich es versuchen müsste, würde ich sagen: Abgehoben, bis in die Wolken gerast und seither darauf schwebend, denn das Gefühl ist immer noch da. Ich bin so unendlich dankbar, dass meine Leser mich unterstützen und sich über jedes neue Buch freuen. An dieser Stelle einfach mal einen gigantischen Knuddler von mir und dem grünen Kleid an alle Fans.

Gewonnen habe ich noch zwei Mal den Hombuch-Preis 2014 und 2015 in der Kategorie „Beste deutsche Fantasy-Autorin“. Das ist schon ein irres Gefühl, wenn dein Name aufgerufen wird. Außerdem habe ich mit der Anthologie „Eis und Dampf“ 2014 auch den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Beste Anthologie“ gewonnen.

Aber nicht nur die »Phoenix-Trilogie« erschien von dir im Papierverzierer Verlag, sondern auch die Kurzroman-Reihe »Rack«, von der der 6. Band Anfang November erscheint. Außerdem bist du Teil des ehemaligen Geheimprojekts »AURORA«, wo du dich mit Mila aka Yin Yang bereits in mein Herz geschlichen hast. Bei so vielen Projekten bleibt bestimmt kaum Freizeit. Dazu kommt noch, dass du vor Kurzem Mutter geworden bist. Herzlichen Glücklich dazu! Aber wie schaffst du das? Wie bringst du alles unter einen Hut?

Ich bin eine Viel- und Schnellschreiberin. Das heißt, ich schreibe nach dem Prinzip von Hemingway: The first Draft of everything is shit. Der erste Entwurf von allem ist scheiße. Nicht jeder kann danach schreiben, aber für mich ist es ideal. Ich kann die Grundidee, das Gerüst erst einmal aus meinen Gedanken schreiben und das teilweise extrem schnell. Für Band 2 und 3 von Phoenix habe ich jeweils nur einen Monat gebraucht und das, obwohl ich Teilzeit nebenbei noch gearbeitet habe. Die Überarbeitung dauert dann zwar noch einmal genauso lang, aber dafür schaffe ich die Rohfassungen sehr schnell.
Hobbies habe ich tatsächlich noch: Neben dem Schauen von Serien und seit neustem American Football, bin ich ehrenamtlich im Jugendrotkreuz tätig als Gruppenleiterin. Derzeit pausiere ich aufgrund meiner Tochter (die mich mehr vom Schreiben abhält als alles andere, weil ich einfach nicht genug von dieser rothaarigen Räubertochter kriege) bis Ende des Jahres im JRK, aber danach fange ich wieder an.
Ein nicht unwesentlicher Faktor ist mein Mann. Der lässt mir die Freiheit auch einfach mal abends zwei Stunden zu schreiben, während er sich um unsere Räubertochter kümmert. Außerdem hilft er mir, wenn ich mal nicht weiterweiß.

Magst du uns vielleicht noch etwas über deine zukünftigen Projekte verraten? Sofern du das schon darfst, verstehst sich. 
  • Ein Projekt werde ich zusammen mit Felix Münter schreiben. Das wird spannend. High Fantasy in einer Welt, wie es sie so noch nie gegeben hat.
  • Dazu wird es noch die ein oder andere Übersetzung von mir geben.
  • Rack geht in die 2. Staffel 2017
  • Und ich habe noch einen fertigen Roman, den ich bei einem Wettbewerb bei Oetinger34 einreichen möchte. Das wird aber erst 2017 der Fall sein.
  • Dazu kommen noch diverse Ideen, die mir für Romane in meinem Kopf herumschwirren und die ich erst einmal sortieren muss. 

Wo wir gerade bei zukünftigen Projekten sind: Gibt es vielleicht ein Genre, an das du dich schon immer mal heranwagen wolltest und vielleicht sogar schon eine passende Idee dazu? 

Oh ja. Dank meiner kleinen Räubertochter und meinem Patenkind, möchte ich gerne Kinderbücher mal schreiben. Ich habe da auch schon eine Idee, die beiden sehr gefallen würde. Gut, meine Tochter hat mit knapp 3 Monaten noch kein großes Mitspracherecht, aber mein Patenkind wird es lieben. Aber auch damit habe ich noch nicht angefangen, werde ich aber in 2017.

Jetzt habe ich noch einige Kurzfragen für dich vorbereitet. 

Kaffee oder Tee?

Tee, da ich keinen Kaffee trinke. ;)

Schokolade oder Gummibärchen?

Schokolade, da ich Gummibärchen nicht vertrage

Plotter oder Pantser?
(Plotter = Jemand, der seine Geschichten haarklein plant, Pantser = Jemand, der einfach drauf los schreibt)

Früher Pantser, inzwischen Plotter

Ordnung oder Chaos?

Chaos. Definitiv Chaos

Camping-Trip oder Luxus-Hotel?

Luxus-Hotel (Ich bin eine totale Frostbeule und gehe ohne meine Heizdecke nirgendwo hin)

Gibt es noch etwas, was du loswerden willst, was bisher nicht zur Sprache gekommen ist?

Ich möchte mich einfach noch einmal bei meinem Verlag, dem Papierverzierer Verlag, bedanken für die inzwischen 3,5-jährige Zusammenarbeit. Wir haben schon viele Projekte zusammen angestoßen und werden das in den nächsten Jahren sicher weiterführen.

Dann bedanke ich mich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich hoffe, du hattest Spaß dabei.

Und ihr natürlich auch. :) Wenn ihr jetzt neugierig auf "Phoenix - Tochter der Asche" geworden seid, könnt ihr direkt hier in meine Rezension zu dem Buch hineinschnuppern. Zu kaufen gibt es überall im Buchhandel oder direkt über die Seite des Verlags.




Preis: 5,99 €

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 400

Altersempfehlung: ab 16

Meine Wertung: 4 Schmetterlinge

Reihe: Phoenix #1

Verlag: Papierverzierer

Will ich kaufen!









Zu gewinnen gibt es ein Paket mit der kompletten Phoenix-Trilogie im Print-Format.


Um in den Lostopf zu hüpfen, erfüllt einfach folgende Aufgabe:

Welche Frage wolltet ihr der Autorin schon immer mal stellen?


Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.

Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.

Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.

Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel wird von Facebook oder Blogger nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Blogger.

Das Gewinnspiel endet am 3. November 2016 um 23:59 Uhr.




26. Oktober 2016
Buchvorstellung
Caras Bookish Paradise

27. Oktober 2016
Charaktervorstellung Tavi
 Casus' Bücherwelt

28. Oktober 2016
Charaktervorstellung Leon
Sunnys Bookworld

29. Oktober 2016
Die Seelenlosen
Fuchsias Weltenecho

30. Oktober 2016
Handlungsort
Sandys Welt

31. Oktober 2016
Experiment
Bookworld98

1. November 2016
Zitate
Magische Momente

2. November 2016
Autorenvorstellung
Meine Bücherwelt

3. November 2016
Autoreninterview
Hier bei mir!




Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    Danke für das schöne Interview.
    Mich würde brennend interessieren, ob die Autorin eine Lieblingsfigur/Charakter in der Phoenix Trilogie hat und wenn ja, um wen es sich handelt :)
    Ganz liebe Grüße

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  2. Heey :D
    Total interessantes Interview, die Autorin ist aber auch eine sehr interessante Person.
    Mich würde mal interessieren - nachdem sie doch schon so viele Geschichten geschrieben hat - ob sie eine Liebesgeschichte oder sogar einen Lieblingcharakter hat. :)
    Liebe Grüße
    Nala ❤

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  3. Hallo,

    mich würde interessieren, was ihr Lieblingsbuch ist und ob sie sich davon inspirieren lässt :)

    LG

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  4. Hii^^
    Da ich die Autorin und die Reihe entdeckt habe gibt es eigentlich keine Frage die ich der Autorin schon immer mal stellen wollte.
    LG
    cassie.blatt@gmail.com

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Ich freu mich über jeden Kommi :)