[Rezension] Finleys Reise ins Ashul von Lillith Korn




Preis: 2,99 €

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 218

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 5 Schmetterlinge

Reihe: Finley Freytag #2

Verlag: /

Will ich kaufen!






»Dieses Buch ist gefährlich. Du solltest lieber nicht mit dunkler Magie herumspielen.«
Die Sorge um seine Eltern lässt Finley nicht los.
Eines Tages überschlagen sich die Ereignisse. Finley trifft nicht nur auf alte Bekannte, sondern kommt auch an Informationen, die ihm helfen könnten, ins Ashul zu reisen und seine Eltern zu befreien. Doch der Preis ist hoch …
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Lillith Korn)



Das Cover von Band 2 ist farblich in einem etwas satteren, dunkleren Blauton gehalten, aber man erkennt auf den ersten Blick, zu welcher Reihe es gehört. Eine dunkle Sillouette zeigt Finley, der (so wie das für mich aussieht) wie mit dem Rücken zu uns steht und der Buchtitel ist mit der gleichen wunderschönen Schrift im silber-blauen Himmel geschrieben. Das Cover ist ein echter Augenschmaus und sollte in keinem Regal fehlen.


Lilliths Schreibstil war schon im ersten Band sehr einfach gehalten und doch spannend und mitreißend. Das hat sich auch in Band 2 nicht verändert. Dadurch, dass sie nicht so furchtbar komplex schreibt, fällt es leicht, sich in ihre Welt hinzufinden und die Gegebenheiten dort besser zu verstehen. Außerdem hat sie einen ganz hervorragenden Humor, wenn sie nicht wieder kurz davor ist, einen (mich *hüstel*) zum Heulen zu bringen.

»Finleys Reise ins Ashul« setzt einige Zeit nach »Finleys Reise nach Andaria« an. Finley lebt noch immer in Andaria, ist mit Mara, der neuen Königin, zusammen und königlicher Berater. Auch sein Kumpel Victor ist dort, also könnten die Dinge nicht besser laufen. Aber Finley macht sich immer noch Sorgen um seine Eltern, die noch immer im Ashul feststecken. Sie mussten dortbleiben, wo er nach dem großen Showdown in Band 1 fliehen konnte. Mithilfe des Buches der Verdammten und ein paar unerwarteten Helfern macht Finley sich auf den Weg, seine Eltern aus dem Ashul zu retten.

Könnt ihr euch eine Welt vorstellen, die quasi zwischen Andaria und dem Tod liegt? In der man von Toten mit dezenten Sprachfehlern zum Tee eingeladen wird oder in der man versucht, die Sprache von Zuckerwattemenschen zu verstehen? Nicht? Also Lillith kann das und wenn man »Finleys Reise ins Ashul« liest, wird einem auch bald klar, dass der Fantasie hierbei keine Grenzen gesetzt. Lillith schafft es, so viele ulkige und unglaubliche Dinge in ihre Geschichte einzuflechten, dass man sich spätestens bei der Hälfte nicht mehr über weitere Obzönitäten wundert.

Aber das natürlich nicht im negativen Sinne. Ich bewundere Lillith für ihre Kreativität und ihren Einfallsreichtum, der mich mehr als nur einmal zum Staunen gebracht hat. Trotzdem schafft sie es von einem Moment auf den nächsten, diesen Witz abzulegen und so gefühlvoll zu schreiben, dass einem fast (okay, nicht nur fast) die Tränen kommen.

Finley und Mara sind beide Charaktere, die ich schon im ersten Band richtig lieb gewonnen habe, als ich sie auf ihrer Reise begleitet habe. Jetzt, im zweiten Band, war es schön, die beiden wiederzusehen und ihre Entwicklung mitzuerleben. Finley ist eindeutig mutiger geworden als er es noch am Anfang war und Mara … gut, die ist immer noch das taffe Mädel von damals – aber jetzt mit sehr viel mehr Macht.

Die anderen Wegbegleiter konnten mich ebenfalls überzeugen. Ich mochte Kolja, der auch in diesem Band wieder mit von der Partie ist, am Anfang nicht sonderlich, aber in der Verbindung zu Taylan habe ich beide tatsächlich liebgewonnen. Das haben auch noch nicht viele Autoren geschafft: Dass ich Hasscharaktere auf einmal mag.

Daher: Hut ab! Nicht nur für die Charaktere, sondern für das ganze Buch!


»Finleys Reise ins Ashul« steht seinem Vorgänger in nichts nach. Liebevoll skizzierte Charaktere und eine Welt, die man nicht verstehen, sondern nur liebhaben soll, machen es leicht, sich in das Buch einzufinden und für ein paar Stunden komplett darin zu versinken. Eine klare Leseempfehlung.
Ich danke Lillith Korn für das Vorabexemplar!



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