[Rezension] Chosen - Die Bestimmte von Rena Fischer




Preis: 12,99 €

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 464

Altersempfehlung: ab 13

Meine Wertung: 3 Schmetterlinge

Reihe: Chosen #1

Verlag: Thienemann Esslinger

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Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen. Und töten.
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Thienemann-Esslinger Verlag)



Das Cover ist schwarz-weiß gehalten. Gräuliche Rauchschwaden bilden ein Frauengesicht im Profil vor einem schwarzen Hintergrund. Darunter befindet sich in weiß der leuchtende Reihentitel und darunter in lila der Untertitel. An sich ist das Cover ein toller Hingucker, aber es erschließt sich mir nicht, inwiefern diese Rauchschwaden etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun haben.


Rena Fischers Schreibstil ist zum einen sehr bildhaft und fließend, zum anderen hatte ich das Gefühl, dass sie vor allem zu Beginn den Leser direkt in die Geschichte reinwirft, so dass man erstmal gar nichts versteht. So ist es jedenfalls mir gegangen. Erzählt wird aus der Sicht von Emma, der Protagonistin, mit kurzen Unterbrechungen in Form von Rückblenden zu Katharina.

Um die Handlung kurz zu beschreiben, geht es darum, dass Emma eine Empathin ist und von ihrer Mutter gelernt hat, diese Gabe zu verstecken. Dummerweise wird ihre Mutter direkt zu Beginn aufgespürt und getötet. Emma muss daraufhin zu ihrem Vater, den sie vorher gar nicht kannte und soll auf die Sensus Corvi gehen, eine Schule für Schüler mit Gaben wie Emma sie hat. Aber es ist nicht so einfach. Denn die Raben – so nennen sich die Schüler und Absolventen der Sensus Corvi – stehen im Klinsch mit den Falken und Emma muss herausfinden, wer gut und wer böse ist – und vorallem, wer ihre Mutter getötet hat. Zur Seite steht ihr dabei Aidan …

Wie schon erwähnt, wird man als Leser sehr aprubt ins Geschehen geworfen, weiß zunächst nicht viel über Emma, ihre Fähigkeiten und Beweggründe, so dass sich oftmals Fragezeichen über dem Kopf bilden. Diese verschwinden mit der Zeit, aber weitere Verwirrungen bleiben. Zum einen gehören dazu die Flashbacks, in denen Personen vorkommen, die man entweder gar nicht oder nur unter anderem Namen kennt. Auch hier wird im Verlauf des Buches alles klarer, aber am Anfang kann es doch verwirrend sein.

Auch, wenn es solche Internatsgeschichten so oft gibt, wie Sand am Meer, ist diese hier glücklicherweise anders. Es dreht sich weniger um die Schule an sich, als viel mehr um die Intrigen und die Feindschaft zwischen den Raben und den Falken. Die Thematik, die die Autorin hier aufgreift, ist interessant und faszinierend, aber eben auch ein wenig verwirrend, wenn man keine Ahnung davon hat.

Ein weiterer Punkt, der meinen Unmut getroffen hat, ist die Dreiecksbeziehung, die keine ist und irgendwie doch. Im Klappentext ist zwar nur die Rede von einem Jungen, aber es sind eigentlich zwei, wobei bei einem die Beweggründe zunächst nicht klar sind. Genauso wenig, wie man weiß, ob er sich für Emma interessiert. Trotzdem gibt es einen kleinen Teil, da habe ich wirklich geglaubt, es läuft auf eine Dreiecksgeschichte hinaus und war kurz davor, das Buch einfach nur beiseite zu legen.

Um zu etwas Erfreulicherem zu kommen: Emma hat mich als Protagonistin überzeugt, weil sie anders ist, als diese Mädels mit außergewöhnlichen Gaben, die dann auf einmal auf ne neue Schule müssen. Gut, okay, auch sie hat sich am Anfang gewehrt, aber das hatte andere Gründe und danach hat sie sich mit ihrem Schicksal arrangiert. Und nicht nur das: Sie beweist großen Mut, während sie versucht, herauszufinden, wem sie trauen kann und würde sich niemals vor einer Auseinandersetzung drücken.

Aidan selbst ist auch ganz in Ordnung, obwohl er mir stellenweise wie der typische Protagonistin vorgekommen ist, der einfach nur da ist, um zu zeigen, wie toll er ist. Zumindest hat sich dieser Verdacht nicht bestätigt. Aidan hat zwar was drauf und zeigt es auch, aber trotzdem ist er sympathisch.


Interessante Thematik und Charaktere, von denen man gern liest – Leider hat dem Buch doch etwas gefehlt, um es zu einem Highlight werden zu lassen. Ich vergebe solide 3 Schmetterlinge.



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