[Rezension] Paper Princess von Erin Watt




Preis: 12,99 €

Einband: Klappenbroschur

Seitenanzahl: 384

Altersempfehlung: ab 16

Meine Wertung: 4 Schmetterlinge

Reihe: Paper Princess #1

Verlag: Piper

Will ich kaufen!






Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Piper Verlag)



Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Der Hintergrund ist weiß mit einem leichten Gelbstich und darauf zu sehen ist eine goldene, sehr abstrakt gezeichnete Krone, die – haltet euch fest – GLITZERT!!! Das Cover glitzert und fühlt sich großartig an. Auf jeden Fall ein Hingucker im Regal, auch, wenn der Titel »Paper Princess“ in einfachen, schwarzen Buchstaben etwas einfallslos erscheint.


»Paper Princess« ist das Hype-Buch schlechthin! In den sozialen Medien geht es rauf und runter und scheinbar jeder – wirklich jeder – ist begeistert von Ella und den fünf Royal-Söhnen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartung an das Buch und beim Schreibstil wurde ich schon mal nicht enttäuscht. Er ist flüssig, leicht zu lesen und dadurch, dass alles aus Ellas Sicht erzählt wird, kann man sich klasse in die Rolle der Protagonistin einfinden. Man fliegt quasi durch die Seiten, stolpert kaum über Formulierungen und fühlt sich einfach wohl in der Geschichte. Ab und an hätte ich mir gewünscht, dass mehr Spannung aufgebaut werden würde, aber das ist nur ein kleines Manko.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Es ist quasi eine Cinderella-Story. Ella – sogar der Name passt – lebt arm wie eine Kirchenmaus und landet durch ihren neuen Vormund auf einmal in der Luxusvilla der Royals. Dort trifft sie auf die Söhne der Familie und muss sich in der Welt von Glanz und Glamour (und der neuen Highschool, die sie jetzt besucht) zurechtfinden lernen.

Ich finde es interessant, dass diese Cinderella nicht von einer Stiefmutter herumgeschubst wird, sondern für ihr Geld ganz andere Dinge tut – das zeigt sich auch in ihren Charakterzügen und macht die ganze Handlung (und sie als Protagonistin) sehr amüsant. Die Spannungen und daraus resultierenden Dialoge zwischen den Figuren sorgen ebenfalls für Erfrischung in diesem Genre.

Obwohl die Handlung eher voraussehbar aufgebaut ist, gibt es doch die ein oder andere Überraschung oder Plottwists, mit denen zumindest ich nicht gerechnet habe. Definitiv ein Pluspunkt, aber ich habe auch noch etwas zu bemängeln: Diese Dinge, die die Söhne ihr verheimlichen und die im Klappentext angekündigt wurden, haben sich nur halb geklärt. Für mich aber definitiv nicht zufriedenstellend. Vermutlich wird das im nächsten Teil noch aufgerollt, aber wenn es im Klappentext erwähnt wird, sollte es in meinen Augen auch im entsprechenenden Band auftauchen.

Dafür finde ich Ella als Protagonistin einfach GENIAL! Sie kommt nicht aus der Oberschicht und aufgrund ihrer Jahre, die sie hart in nicht gerade guten Gegenden geschuftet hat, haben ihr dieses coole Leg-dich-ja-nicht-mit-mir-an-Image verpasst, das ich wirklich an ihr schätze. Nicht nur, dass ihr das auch in der Welt der Royals weiterhilft, ihre Einstellung sorgt immer wieder zu Konflikten mit Reed Royal. Die sie natürlich für sich entscheidet. Jedes Aufeinandertreffen der beiden wäre sicher nicht so gut herübergekommen, wenn unsere Ella nicht so taff wäre, wie sie es ist.

Reed ist der coole Badboy, Footballspiler und sein Wort ist Gesetz – zumindest in der Highschool. Er ist sich seines Aussehens bewusst und dementsprechend sehr selbstbewusst. Böse Zungen würden behaupten, er ist arrogant, eingebildet und hochnäßig. Okay, das ist er auch, aber er ist ein Royal – wollen wir ihm das nicht verzeihen? Gleichzeitig ist er auch liebenswürdig und ja, heiß! Verdammt heiß! Das heißt natürlich nicht, dass er keine Tiefe besitzt. Ich war tatsächlich sehr überrascht, was für ein tiefgründiger Charakter in ihm steckt, aber deshalb will ich ihn dennoch nicht als Bookboyfriend. (Es gibt manche Dinge, die würde ich mir von ihm nicht gefallen lassen.)


»Paper Princess« ist ein schöner Auftakt zu der Reihe mit interessanten Charakteren und einer Handlung, die mich packen konnte, aber den Hype um das Buch kann ich trotzdem nicht nachvollziehen. Von mir gibt es gute vier Schmetterlinge.


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