[Rezension] Auch Engel dürfen träumen von Sarah Neumann




Preis: 12,90 €

Einband: Taschenbuch

Seitenanzahl: 380

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 3,5 Schmetterlinge

Reihe: /

Verlag: Eisermann

Will ich kaufen!






Yumi erwacht im Himmel. Doch ein dunkles Meer versucht, sie zu verschlingen und in unergründliche Tiefen zu ziehen. Auf Geheiß von Erzengel Gabriel muss Yumi ihre Ausbildung abbrechen, auf die Erde zurückkehren und fortan unter den Menschen leben. Verzweifelt sucht sie einen Weg zurück.
Taen, ungehorsam und wild, bringt nicht nur die Bewohner der Hölle, sondern auch Luzifer selbst zur Weißglut. Nach einem aus dem Ruder gelaufenen Streich verbannt der zornige Höllenfürst ihn auf die Erde. Taen muss sich als Luzifers Augen und Ohren beweisen, wenn er nicht bis zum jüngsten Tag als entmachteter Mensch sein Dasein fristen will.
Erzfeinde seit Anbeginn der Zeit, treffen Engel und Teufel in Menschengestalt aufeinander … und verlieben sich.
Erzürnt stellt sich Gabriel mit all seiner himmlischen Macht zwischen die Liebenden.
(Quelle und Bildcopyright liegen beim Eisermann Verlag)



Auf dem Cover ist ein Engel zu sehen, die Protagonistin Yumi. Ihr rechter Flügel ist weiß wie der eines Engels, während ihr linker schwarz ist wie der eines Teufels. Durch das Bild fliegen darüber hinaus schwarze und weiße Federn. In der unteren Hälfte des Covers befindet sich der Titel in einer verschnörkelten Schrift (Übrigens die gleiche wie auf meinem Blog).


Schreibstil:


Durch Sarah Neumanns flüssigen Schreibstil fällt es leicht, sich in der Geschichte zurechtzufinden. Sie erzählt aus der Ich-Perspektive, immer wechselnd zwischen Yumi und Taen, den beiden Protagonisten, wobei es manchmal schwierig war, zu unterschieden, in wessen Sicht man sich gerade befindet (aber das liegt an meinem E-Book, wo die Sichtweise zum Kapitelbeginn nicht richtig angezeigt wurde. Im Buch ist das aber nicht so!).

Handlung:


Yumi ist gerade im Himmel erwacht und soll ihre Ausbildung zum Erzengel antreten, aber alles kommt anders und sie landet am Ende wieder auf der Erde. Genauso wie Taen, der als Teufel aus der Hölle verbannt wird. Nun sind beide menschlich und auf der Suche nach einem Weg zurück. Ob ihnen das gelingt …

Zu Beginn habe ich eine Weile benötigt, um den Weg in die Geschichte und in die Thematik zu finden. Alles wirkt irgendwie seltsam, es ist schwer, sich darin zurechtzufinden und es ist verwirrend. Aber durchhalten, Leute, denn spätestens nach der ersten Hälfte ist man so tief drin, dass aus »verwirrend« einfach nur »geil« wird und man nicht mehr aufhören kann, zu lesen.

So kann der Mittelteil mit Spannung, Romantik und einer genialen Thematik punkten, es gibt Plottwists, mit denen ich nicht gerechnet habe, aber dann, kurz vor dem großen Finale kommt die Verwirrung zurück und hinterlässt einige Fragezeichen.

Mir hätte es gefallen, wenn mehr auf Himmel und Hölle und Yumis »Leben« vorher eingegangen wäre, aber das hat einfach nur gefehlt. Gut, ein wenig von einem vorherigen Leben war drin, aber man hätte noch so viel tiefer gehen können. Das finde ich etwas schade, aber man kann auch nicht alles haben.

Charaktere:


Yumi trägt über den Verlauf der Geschichte drei verschiedene Namen. Zu Beginn heißt sie Yumi, deshalb nenne ich sie so, aber ab und an wird sie auch Yuri und Yuki genannt – und ja, das ist Absicht! Durch die Namen wird ihre Entwicklung gezeigt, also lasst euch einfach mal überraschen. Bei Yumi merkt man definitiv, wie religiös sie ist und auch zu Lebzeiten war – ihre Seele ist rein und sie handelt stets gutherzig. Ihre Gedanken landen früher oder später immer bei Gott und dem Himmel und das macht sie irgendwie … besonders (wenn ich als nicht-religiöser Mensch das sagen kann).

Taen ist das komplette Gegenteil von ihr, wild, unbändig, sündig. Und trotzdem zeigt sich seine liebevolle Seite, wenn er bei Yumi ist. Seine Ansichten sind grundverschieden von Yumis und als Protagonist macht ihn sein Bezug zur Hölle ungemein interessant. Aber Achtung: Meins! *angeleckt hat*


»Auch Engel dürfen träumen« besticht durch eine wirklich gute Idee, weist aber auch einige Schwächen auf. Das Lesen macht Spaß, wenn es auch manchmal etwas verwirrend ist – von daher vergebe ich 3,5 – aufgerundet 4 – Schmetterlinge.


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