[Rezension] Raven's Blood - Pechschwarze Schwingen von Sylvia Steele




Preis: 4,99 €

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 355

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 4 Schmetterlinge

Reihe: Raven's Blood #1

Verlag: Carlsen Dark Diamonds

Will ich kaufen!






 **Eine Wahrheit, die dein ganzes Leben verändern wird**
Seitdem die 21-jährige Alexa Schwester und Mutter durch einen Autounfall verloren hat, scheint ihr der Boden unter den Füßen wie weggerissen. Erst mit Hilfe ihres Onkels kann sie wieder so etwas wie Glück empfinden. Doch dann taucht ausgerechnet Jake auf – der Mann, mit dem alles angefangen hat und der nicht nur Alexas alte Gefühle, sondern auch die vergangenen Ereignisse wieder aufleben lässt. Alexa weiß nicht, ob sie Jake noch einmal vertrauen kann, und auch der mysteriöse Rabe, dem sie seit seiner Ankunft immer wieder begegnet, wirft bei ihr weitere Fragen auf. Der Ruf des Raben wird es aber schließlich sein, der Alexas Schicksal offenbart und eine Macht hervorruft, die tief verborgen in ihr schlummert…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)



Der Hintergrund des Covers ist hell mit Sillouetten von Raben. In der untern Hälfte ist ein Frauengesicht mit dunklen Haaren, die ihr ins Gesicht wehen, zu sehen und im oberen Teil sieht man den Titel.

Ich empfinde das Cover als sehr stimmig, die Raben bilden einen Zusammenhang zu dem Titeln und die Art und Weise, wie die Protagonistin auf dem Cover dargestellt ist, macht neugierig auf die Geschichte dahinter.


Schreibstil:


Sylvias Schreibstil ist genauso bildgewaltig wie in ihrem Debüt. Sie beschreibt Umgebung, Charaktere und die Ausgangssituation so gut, dass man sich fühlt, als wäre man ein Teil von der Geschichte. Erzählt wird fast die ganze Zeit aus der Sicht der Protagonistin Alexa, durch die man einen schönen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhält. Darüber hinaus fällt es der Autorin leicht, binnen weniger Seiten genug Spannung zu erzeugen, um den Leser zu hooken.

Handlung:

(Achtung Spoiler!!!)

Seit dem Tod ihrer Eltern lebt Alexa bei ihrem Onkel Rick und als auf einmal ihr Bruder Josh von der Army nach Hause kommt, ist das eine Sache. Schließlich ist er nicht für sie da gewesen. Dass er Jake mitbringt, seinen besten Kumpel und der Kerl, der Lex‘ Herz höherschlagen lässt, dahingegen eine andere. Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch dieser Rabe, der Alexa zu verfolgen scheint.

Hättet ihr an dieser Stelle eine Geschichte rund um die nordische Mythologie erwartet? Ich zunächst nämlich nicht, aber dann bin ich doch positiv überrascht gewesen. Sylvia scheint nicht mit Mythen und nordischen Göttern um sich, so dass man als Leser gar nicht mehr mitkommt, sondern verpackt alle notwendigen Informationen so geschickt im Text, dass auch Laien keine Verständnisprobleme haben dürften. Auch das Feeling, das man für mythologische Romane benötigt (zumindest in meinen Augen) trifft sie ganz hervorragend.

Etwas enttäuscht bin ich allerdings auch von einer Sache: Die eigentliche Handlung, auf die alles hinläuft, beginnt erst bei knapp 50 %, also erst bei der Hälfte. Ich sage nicht, dass die erste Hälfte schlecht ist, nur, dass für meinen Geschmack etwas wenig passiert. Zwar wird der Leser hier auf das eigentliche kommende Geschehen vorbereitet, aber so ganz auf einer Stufe mit der Spannung ab der Hälfte steht es dann doch nicht.

Das Ende lässt keinen Zweifel an einer Fortsetzung und wann auch immer die erscheint, ich muss sie lesen! Und ihr hoffentlich auch!

Charaktere:


Alexa ist die Protagonistin. Nach dem Tod ihrer Eltern ist sie zu ihrem Onkel gezogen und versucht, sich langsam von allem zu erholen. Sie betreibt Kampfsport und ist ziemlich selbstständig. Außerdem ist Alexa temperamentvoll und lässt nicht alles mit sich machen. Bis auf einige Momente, in denen sie (eher am Anfang) etwas seltsam gehandelt hat, ist sie eine klasse Protagonistin.

Jake ist unser Protagonist und am Anfang hatte ich mit ihm so meine Probleme. Er ist mir einfach unsympathisch gewesen, so arrogant wie er gehandelt hat, aber ein wenig lag das sicher auch daran, dass Alexa ihn so sehen wollte. Das Ganze bessert sich und Jake mausert sich zum Leserliebling. Vor allem die Geheimnisse, die erst später Stück für Stück ans Licht kommen, machen ihn zu einem interessanten Charakter, über den ich gerne mehr erfahren möchte.


»Raven’s Blood – Pechschwarze Schwingen« gehört definitiv zu den strahlenderen Diamanten und lässt kaum zu wünschen übrig. Etwas mehr Spannung am Anfang hätte ich mir gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.


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