[Rezension] Im Kreis der Sieben von Christin Burger




Preis: 9,95 €

Einband: Taschenbuch

Seitenanzahl: 360

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 4,5 Schmetterlinge

Reihe: Im Kreis der Sieben #1

Verlag: /

Will ich kaufen!






Als Laras Vater verschwindet, sind das verschlüsselte Computerprogramm Styx und einige Fotos die einzigen Hinweise, um das Geheimnis zu enträtseln. Doch die Suche nach ihrem Vater führt Lara nicht nur von Berlin in den Schwarzwald, sondern weit darüber hinaus. Sie gelangt an einen magischen Ort, der alles in Frage stellt, woran sie bisher geglaubt hat. Auf ihrer abenteuerlichen Reise begegnet sie einer Katze, die Visionen verleiht, einem schwebenden Auge, das seine Bestimmung vergessen hat, einer Cousine, die in fremde Welten schauen kann, und Timo, dem Jungen mit der Vespa. Er versucht, sie vor Gefahren zu beschützen, muss sich aber selbst den Geistern seiner Vergangenheit stellen. Bald schon begreift Lara, dass es bei dieser Reise um viel mehr geht als ein Computerprogramm und dass Timo und sie auf besondere Weise miteinander verbunden sind ...
(Quelle und Bild-Copyright liegen bei Christin Burger)


Im Vergleich zu dem alten Cover gefällt mir dieses hier sehr viel besser. Vor einem schwarzen Hintergrund ist nun ein Auge mit einer bernsteinfarbenen Iris zu sehen, dass sich inmitten von einem goldenen Kreis befindet. Darüber kann man in einer ebenso goldenen Schrift den Titel der Reihe – ohne Untertitel – lesen.


Schreibstil:
Christin schreibt aus der dritten Person und wechselt dabei immer mal zwischen den Charakteren, aber die meiste Zeit verfolgen wir Laras Reise. Sie schreibt sehr philosophisch, was die Stimmung des Romans prägt, aber es passt einfach, weil die Frage nach dem Glauben einer der Hauptkonflikte des Buches ist. Beim Lesen fliegen (auch dank der kurzen Kapitel) die Seiten nur so dahin.

Handlung:
Laras Vater verschwindet und die Suche nach ihm führt das Mädchen von Berlin in den Schwarzwald, wo sie entfernte Verwandte trifft. Der einzige Anhaltspunkt, den sie hat, ist das Computerprogramm, an dem ihr Vater gearbeitet hat und zusammen mit Timo, einem Jungen, den sie dort kennengelernt hat, landen die beiden durch das Programm in einer anderen, magischen Welt. Sie werden getrennt und Lara muss sich alleine, nur in Begleitung eines schwebenden Auges, durchschlagen.
Ich weiß, das hört sich ziemlich wirr an, aber beim Lesen ergibt es Sinn. Versprochen.

Schon von Anfang an hat mich der philosophische Ansatz des Buches mit der Frage nach dem Glauben fasziniert. Lara, zum Beispiel, ist als Katholikin aufgewachsen, aber an Gott glaubt sie trotzdem nicht, während ihre beste Freundin Ayse gläubige Moslima ist.

Auf ihrer Reise durch die sieben Länder begegnen Lara Menschen, die sie oder ihre Eltern mal gekannt hatte, die aber mittlerweile verstorben waren. Jedes Land hat einen eigenen Glaubenshintergrund und eine andere Geschichte zu erzählen, so dass es beim Lesen nicht langweilig wird.

Auch die Nebenhandlung um die kleine Mila, die durch ein Auge auf ihrer Handfläche Laras Reise verfolgen kann und die um Cam und Ayse, die in der Realität versuchen, das Computerprogramm zu knacken, waren interessant zu lesen.

Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist die Liebesgeschichte zwischen Lara und Timo. Die kannten sich nicht sonderlich lange und in dieser Welt haben sie einander so gut wie gar nicht gesehen, trotzdem scheint es, als kannten sie sich schon ewig und wären ein Paar. Das war ein bisschen unglaubwürdig.

Charaktere:
Lara ist die Protagonistin des Buches. Sie leidet immer noch sehr unter dem Tod ihrer Mutter und tut natürlich alles, um ihren Vater zu finden. In der magischen Welt erlebt sie ihren eigenen inneren Kampf, erfährt viel von den verschiedenen Glaubensrichtungen und ergründet lang vergangene Hintergründe.

Die Charaktere des Buches sind alle ziemlich verschieden. Jede hat so ihre eigene Art zu handeln, zu sprechen und überhaupt aufzutreten. Alle von ihnen sind extrem vielschichtig, wobei ich mir gewünscht hätte, mehr von Timo zu erfahren. Er war nicht so präsent.


Ein Roman, der mit Vielschichtigkeit und Tiefgang überzeugt. Freue mich auf die Fortsetzung.

Ich danke Christin Burger für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Kommentare:

  1. Hallo!
    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und finde es richtig schön hier! :) Hättest du vielleicht Lust auf ein gegenseitiges followen?

    Alles Liebe,
    Lisa von hashtagbeyourself.blogspot.ch

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Ich freu mich über jeden Kommi :)