[Rezension] We could be Heroes von Laura Kuhn




Preis: 3,99 € (TB: 7,99 €)

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 256

Altersempfehlung: ab 14

Meine Wertung: 5 Schmetterlinge

Reihe:  /

Verlag: Carlsen Impress

Will ich kaufen!






**Platz 1 des Schreibwettbewerbs von tolino media und Carlsen Impress!**

Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou gar nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)


Das Cover vermittelt auf der Stelle einen sommerlich-frischen Eindruck. Zu sehen ist ein Mädchen, das mit dem Rücken zur Kamera steht, ein Arm in die Höhe und einer nach unten gereckt steht sie in einem Getreidefeld. In der oberen Hälfte hat das Cover einen hübschen Gelbton und geht dann unten in ein sattes Orange über. Der Titel »We could be Heroes« steht in einer Art Kreideschreibschrift quer über die untere Coverhälfte. Da das Buch den ersten Platz des Tolino/Impress-Wettbewerbs gewonnen hat, befindet sich ebenfalls eine goldene Siegerplakette auf dem Cover. Schöne Auszeichnung, aber auf dem Cover finde ich sie eher als störend. Sie passt eben nicht ganz ins Bild.


Die Autorin schreibt in der Präsens, was dem ganzen Buch eine wahnsinnige Realitätsnähe gibt. Die Sätze sind eher kurz gehalten, aber sie berühren den Leser auf einer ebene, die ich kaum zu beschreiben weiß. Ich gebe zu, am Anfang hatte ich noch meine Probleme, mich mit dem Stil der Autorin anzufreunden, aber nach den ersten fünfzig Seiten hat da wirklich alles gepasst, so dass ich mich gar nicht mehr davon losreißen konnte. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Lou geschrieben, aber ab und an gibt es Einwürfe aus der dritten Person, bei der nicht von Anfang an klar ist, um wessen Sicht es sich handelt.

Kurz nachdem Lou den Fehler gemacht und ihre beste Freundin geküsst hat, zieht sie mit ihrem alleinerziehenden Vater und ihrem Bruder aufs Land. Sie glaubt, dass der Abstand ihr guttut, aber da trifft sie auf der neuen Schule prompt auf Elia und ist auf der Stelle fasziniert von ihr. Sie will sie unbedingt näher kennenlernen. Allerdings stellt sich das als gar nicht so leicht heraus. Emotion wird hier großgeschrieben. Während die Handlung im Prinzip vor sich hinplätschert, entwickelt die Autorin diese großen Gefühle, die alles extrem spannend machen. Man lacht, man weint und man fiebert mit den Chrakteren mit. Obwohl es zugegebenermaßen etwas vorhersehbar ist, ist die Geschichte von Lou und Elia sehr mitreißend und innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Man kann nämlich einfach nicht auf auffhören.

Lou ist unsere Protagonistin Nummer eins. Eigentlich heißt sie Luna (Ja, ich weiß. Bei Lou denkt man zuerst an Louisa oder so und ich verstehe auch nicht wirklich, wieso sie dann Lou abgekürzt wird und nicht Lu), aber so nennt sie niemand außer ihrer Großmutter. Am Anfang wirkt sie in sich gekehrt, findet aber schnell Freundinnen an der neuen Schule. Sie ist dennoch schüchtern und neigt davor, vor ihren Problemen und Gefühlen davonzulaufen. Aber das ändert sich mit der Zeit und sie wird offener und aufgeschlossener.

Bei Elia wiederum war mein Problem, dass sie verdammt perfekt dargestellt wird. Lou ist die ganze Zeit nur am Schwärmen von ihr, dass sie schlussendlich kaum schlechte Seiten hat, die man als Leser kennenlernen könnte. Das fand ich etwas schade.

Bei Tom bin ich noch immer zwiegespalten. Einerseits tut er mir in seiner Rolle leid, andererseits fand ich ihn das halbe Buch über echt arschig gegenüber seiner Schwester. Ich bin bis jetzt immer noch nicht sicher, wie ich zu ihm stehe. Das muss wohl jeder selbst für sich entscheiden.


»We could be Heroes« hat zurecht den ersten Platz des Wettbewerbs gewonnen. Eine berührende Liebesgeschichte, die einfach mitreißt.

Edit:
Nachedem ich jetzt alle Siegertitel gelesen habe, muss ich das noch einmal revidieren: We could be Heroes war einen Ticken schlechter als In Between. Zu meiner Rezi zu diesem Titel kommt ihr hier.



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