[Rezension] Die Jäger der Götter von Jenna Liermann




Preis: 3,99 €

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 315

Altersempfehlung: ab 16

Meine Wertung: 5 Schmetterlinge

Reihe: /

Verlag: Carlsen Dark Diamonds

Will ich kaufen!






**Hüte dein Herz vor dem göttlichen Spiel des Schicksals**
Sie sind atemberaubend gut aussehend und spielen wie die Götter. Als die 21-jährige Kellnerin Jaelle zum ersten Mal die Rockband »The Hunting Gods« auftreten sieht, zieht es ihr fast den Boden unter den Füßen weg. Denn sie erkennt ausgerechnet im unfassbar attraktiven Leadsänger ihre ehemalige Jugendliebe Myles wieder – den Jungen, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat. Dass Myles sie nun wie eine Fremde behandelt, sie ihn und seine hübsche Bandkollegin aber dennoch mit Getränken versorgen muss, ist der vielleicht schwerste Moment ihres Lebens. Zumindest bis dahin. Denn Myles ist nicht nur auf der Bühne ein Gott, er dient auch einem. Und ob die beiden es nun wollen oder nicht, die Götter haben ihre Schicksale längst miteinander verknüpft…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Dark Diamonds)


Wenn das mal kein cooles Cover ist! Es ist sehr düster und ziemlich dunkel gehalten, aber das passt einfach zum Buch und wer es gelesen hat, wird spätestens am Ende feststellen, dass das Setting des Covers eine wichtige Rolle im Buch spielt. Im Vordergrund ist die Protagonistin Jaelle zu sehen, deren rotes Haar einen schönen Kontrast zum dunklen Hintergrund bildet. Um sie herum befindet sich ein Lorbeerkranz, der natürlich ganz besonders zur griechischen Mythologie passt. In diesem ist dann auch der Titel des Buches zu lesen. Im Hintergrund, oberhalb von Jaelles Kopf finden sich außerdem noch Sillhouetten von anderen Jägern in Kampfmontur, um das Cover abzurunden.


Nachdem ich die ersten Kapitel des Debüts von Jenna Liermann bereits vor der Veröffentlichung lesen durfte, war für mich eigentlich von Anfang an klar, dass dieses Schätzchen bei mir einziehen muss. Zumal es sich mit der grieschichen Mythologie befasst und wer mich kennt, der weiß, was für ein großer Fan ich von dieser Thematik bin.

Dazu kommt ein unfassbar schöner Schreibstil. Obwohl ich eher selten Bücher aus der dritten Person lese – und Ich-Erzähler grundsätzlich bevorzuge – hat Jenna es geschafft, mich in ihren Bann ziehen. Der Text lässt sich sehr angenehm lesen, so dass man sich als Leser schnell in der Geschichte wiederfindet. Wenn die Situation es erfordert, drückt der Schreibstil mal Spannung aus oder wird auch mal seichter, je nachdem welche Stimmung in der Szene gerade herübergebracht werden soll. Stimmung ist außerdem ein gutes Stichwort. Stimmung und Gefühle, denn beides liegt der Autorin wirklich sehr gut. Gerade Jaelles Gefühlswelt wird – dafür dass es trotzdem in der dritten Person geschrieben ist – sehr schön beleuchtet.

Das Buch beginnt damit, dass Jaelle in dem Lokal, in dem sie als Kellnerin arbeitet, auf die Band »The Hunting Gods« trifft und in einem von ihnen erkennt sie ihre Jugendliebe Myles. Dieser ist vor gut fünf Jahren einfach spurlos aus ihrem Leben verschwunden und jetzt spielt er in einer Band mit neuen Freunden und würdigt Jaelle keines Blickes. Sie ist darüber wütend und verletzt, aber je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr versteht sie auch, wieso Myles sie aus allem raushalten wollte.

Als Jaelle und ihre beste Freundin Santana eines Abends auf den Straßen von Olympia von der Medusa angegriffen werden, kann Myles ihr sein und auch ihr Schicksal nicht länger verheimlichen. Denn Myles und der Rest der Band sind Jäger. Sie dienen den Olympischen Göttern – und auch auf Jaelle wartet dieses Schicksal. Als Jägerin muss sie schon bald gegen die Monster kämpfen, die sie sonst nur aus Büchern und Filmen kennt …

Hört sich das nicht mega cool an – und vor allem: total anders als alles, was man schon so über Mythologie lesen konnte? Ja, oder? Denn es ist auch etwas vollkommen Neues. Statt Halbgöttern gibt es hier Jäger und Nymphen, die sich dem Kampf stellen. Die dafür besondere Gaben erhalten. Und die nicht immer Ahnung von Mythologie haben. So wie Jaelle, deren Unwissenheit manchmal schon echt amüsant zu lesen.

Was außerdem zu der Geschichte passt, ist die Tatsache, dass die Liebesgeschichte, die es natürlich gibt, so absolut nicht kitschig ist. Zwischen Jaelle und Myles wird es zwar auch romantisch, aber es wird nicht schnulzig oder kitschig – schließlich befinden sich beide in einem Kampf für die Menschen. Außerdem hätte es auch von den Persönlichkeiten von beiden nicht gepasst.

Jaelle hat als Protagonistin wirklich überzeugen können. Trotz ihres Unwissenes in Sachen Mythologie konnte sie schnell durch ihren Mut punkten. Sie sorgt sich sehr um ihre Freunde – vor allem um ihre beste Freundin, für die sie all das tut – und je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr kommt ihre Kämpfernatur hervor. Myles ist bereits ein Kämpfer, schließlich dient er Ares, aber er hat auch eine andere Seite. Er ist sehr treu und hat all die Jahre, seitdem er rekrutiert wurde, an Jaelle festgehalten, um eines Tages zu ihr zurückzukehren. Hach, schön oder?

Die Olympischen Götter haben natürlich auch einige Auftritte und ich muss sagen, dass Jenna die Persönlichkeiten der Götter sehr schön herübergebracht hat. Jede Figur ist so unfassbar facettenreich ausgearbeitet. Die Götter, die Nebenfiguren und es gibt da noch einen Halbgott, Kaleb, über den man so einiges erfährt und irgendwie scheint mir da noch Potential für eine Geschichte über ihn zu geben. Darüber würde ich mich echt freuen, aber die Geschichte von Myles und Jaelle ist damit abgeschlossen – ich bin sehr zufrieden mit dem schönen Ende und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.


»Die Jäger der Götter« ist ein Debüt der Extraklasse, das alles vereint, was ich in Büchern klasse finde: Mythologie, tolle, lebhafte Charaktere, Spannung und eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Ich danke Dark Diamonds für das Vorabexemplar!



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